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Koxarthrose – Hüftarthrose behandeln

Die Koxarthrose (Hüftgelenksverschleiß) ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen. Leistenschmerz, Anlaufschmerz und zunehmende Bewegungseinschränkung sind typische Zeichen. Konservative Behandlung kann Beschwerden in vielen Fällen deutlich bessern – ohne sofortige Operation.

Definition

Koxarthrose (Hüftarthrose) ist der fortschreitende Verschleiß des Knorpels im Hüftgelenk. Sie verursacht Leistenschmerz, Anlaufschmerz und zunehmende Bewegungseinschränkung, betrifft vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr und wird in der Orthopädischen Praxis Beckum konservativ stadienabhängig mit Bewegungstherapie, physikalischen Maßnahmen und Injektionstherapie (z. B. Hyaluron) behandelt – ein künstliches Hüftgelenk (Hüft-TEP) ist nur in Endstadien notwendig.

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, in dem der Kopf des Oberschenkelknochens (Femur) in der Hüftpfanne (Acetabulum) des Beckens sitzt. Beide Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen, der Druck abfedert und eine reibungsarme Bewegung ermöglicht. Bei der Koxarthrose baut sich dieser Knorpel zunehmend ab – Femurkopf und Pfanne geraten in direkten Kontakt, was zu Schmerz, Entzündung und Bewegungseinschränkung führt.

Die Koxarthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen in Deutschland. Betroffen sind vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr, aber auch jüngere Personen nach Hüftverletzungen oder bei anatomischen Vorerkrankungen (z. B. Hüftdysplasie, FAI).

Man unterscheidet die primäre Koxarthrose (altersbedingte Abnutzung ohne erkennbare Vorerkrankung) von der sekundären Koxarthrose (als Folge von Verletzungen, Fehlstellungen oder entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis).

Verlauf und Prognose sind individuell sehr unterschiedlich: Die Koxarthrose schreitet meist langsam fort und kann über Jahre stabil bleiben. Mit konsequenter konservativer Behandlung – insbesondere Bewegungstherapie, Gewichtsmanagement und gezielter Muskelkräftigung – lassen sich Beschwerden in vielen Fällen über lange Zeit gut kontrollieren. Eine Hüftprothese (Hüft-TEP) wird erst in fortgeschrittenen Stadien notwendig und ist heute eine etablierte, sichere Operation.

Ursachen und Risikofaktoren

⚖️

Mechanische Faktoren

  • Übergewicht (erhöhte Gelenkbelastung)
  • Anatomische Fehlstellungen (Hüftdysplasie, FAI)
  • Frühere Hüftverletzungen oder -operationen
  • Morbus Perthes oder Epiphyseolyse in der Jugend
🧬

Biologische Faktoren

  • Genetische Veranlagung
  • Zunehmendes Lebensalter
  • Entzündliche Grunderkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis)
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Gicht)
🏗️

Belastungsfaktoren

  • Schwere körperliche Arbeit (Heben, Tragen)
  • Intensive Belastungssportarten über viele Jahre
  • Berufliche Tätigkeiten mit langem Stehen
  • Mangelnde körperliche Aktivität und Muskelatrophie

Symptome der Koxarthrose

Schmerzen

  • Leistenschmerz beim Gehen, Treppensteigen, Aufstehen
  • Anlaufschmerz nach Ruhepausen (z. B. nach langem Sitzen)
  • Ausstrahlung in Oberschenkel, Gesäß oder bis ans Knie
  • In fortgeschrittenen Stadien auch Ruheschmerz und Nachtschmerz

Weitere Symptome

  • Eingeschränkte Innenrotation des Hüftgelenks (Leitbefund)
  • Schmerzhaftes Hinken (Schonhinken)
  • Eingeschränkte Beweglichkeit beim Anziehen von Schuhen und Strümpfen
  • Reiben oder Knirschen im Gelenk (Krepitation)
  • Beinverkürzung im Verlauf möglich
🚨

Wann sollten Sie sofort zum Arzt?

Bei folgenden Warnzeichen ist eine zeitnahe orthopädische Vorstellung – im Zweifel über die Notaufnahme – notwendig:

  • Plötzliche Unfähigkeit, das Bein zu belasten
  • Hüftschmerz nach Sturz mit Verkürzung oder Außenrotation des Beins
  • Starke Hüftschmerzen in Kombination mit Fieber
  • Einseitige Wadenschwellung, Rötung oder Schmerz im Bein
  • Ausstrahlende Schmerzen mit Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühl im Bein

Im Notfall: Notruf 112 oder direkt zur Notfall-Information. Bei weniger bedrohlichen Beschwerden: Online-Termin buchen.

Diagnostik in unserer Praxis

Eine genaue Einschätzung von Ausmaß und Stadium der Arthrose ist Grundlage für die Therapieplanung.

🩺

Klinische Untersuchung

Messung der Bewegungsausmaße (FABER-Test, Innenrotationsprüfung), Beinlängenvergleich, Gangbild- und Hinkanalyse. Gibt wichtige Hinweise auf Beteiligung der Lendenwirbelsäule oder des Iliosakralgelenks.

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Ultraschall (Sonographie)

Beurteilung von Gelenkerguss, Bursitis trochanterica und Weichteilstrukturen. Gezielte Injektionen können unter Ultraschallkontrolle präzise ins Hüftgelenk durchgeführt werden.

Mehr zur Ultraschalldiagnostik →

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Digitales Röntgen

Standarduntersuchung bei Koxarthrose. Im Beckenübersichtsröntgen beurteilen wir Gelenkspaltbreite, Osteophyten, Achsenstellung und Schweregrad der Arthrose (Tönnis-Klassifikation).

Mehr zum digitalen Röntgen →

Behandlung der Koxarthrose

Ziel der konservativen Behandlung ist die Schmerzreduktion, der Funktionserhalt und die Verlangsamung des Gelenkverschleißes. Wir setzen auf ein individuell abgestuftes Therapiekonzept, das sich am Arthrosestadium und Ihrem Beschwerdebild orientiert.

Im akuten Reizzustand stehen Schmerzlinderung, Entlastung und ggf. eine kurzfristige entzündungshemmende Medikation im Vordergrund. Im weiteren Verlauf kombinieren wir gezielte Injektionstherapie (Hyaluronsäure oder Kortison), physikalische Maßnahmen wie die Hochenergie-Induktionstherapie (HEIT), Stoßwellenanwendung bei Begleitbeschwerden und eine Traktionsbehandlung zur Gelenkdistraktion sowie ergänzend Manuelle Therapie und Akupunktur zur Schmerzmodulation.

Langfristig die wichtigste Maßnahme bleibt die Kräftigung der hüftumgebenden Muskulatur – insbesondere des Gluteus medius und der pelvitrochantären Stabilisatoren. Erst wenn alle konservativen Optionen ausgeschöpft sind und die Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist, kommt ein künstliches Hüftgelenk (Hüft-TEP) in Betracht – die Planung erfolgt in Kooperation mit spezialisierten Kliniken.

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Wann ist eine Operation notwendig?

Ein künstliches Hüftgelenk (Hüft-TEP) wird erst dann in Erwägung gezogen, wenn alle konservativen Maßnahmen über mindestens 6 Monate konsequent ausgeschöpft sind und die Lebensqualität dauerhaft erheblich eingeschränkt ist – z. B. durch Schmerzen in Ruhe oder nachts, deutliche Gehstrecken-Einschränkung oder Versteifung des Gelenks. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen – ohne Zeitdruck. Wir kooperieren mit spezialisierten Kliniken und bereiten Sie optimal auf einen möglichen Eingriff vor.

Eigentherapie bei Hüftarthrose

Sie können den Verlauf einer Arthrose aktiv beeinflussen — die beiden wichtigsten Säulen sind regelmäßige Bewegung zur Stabilisierung des Hüftgelenks und eine entzündungshemmende Ernährung zur Reduktion reaktiver Schmerzen. Beide Maßnahmen ergänzen die Praxisbehandlung und wirken langfristig.

Häufige Fragen zur Koxarthrose

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Wie erkenne ich eine Koxarthrose?
Typische Zeichen sind: Leistenschmerz, der bei Belastung und nach Ruhephasen (Anlaufschmerz) auftritt, eingeschränkte Innenrotation des Hüftgelenks, Schmerzen, die ins Gesäß oder bis ans Knie ausstrahlen können. Im Röntgenbild zeigen sich eine Gelenkspaltverschmälerung und knöcherne Anbauten (Osteophyten). Die Diagnose stellen wir durch eine klinische Untersuchung und Bildgebung.
Hilft Hyaluronsäure bei Hüftarthrose?
Hyaluronsäure-Injektionen ins Hüftgelenk können die Gelenkschmierung verbessern und Beschwerden in vielen Fällen für mehrere Monate lindern. Die Wirksamkeit ist individuell verschieden. In unserer Praxis führen wir die Injektion präzise durch. Für wen diese Behandlung sinnvoll ist, klären wir im persönlichen Gespräch.
Was bringt PEMF (HEIT) bei Koxarthrose?
Die Hochenergie-Induktionstherapie (HEIT / emFieldPro) kann Muskelentspannung und Durchblutungsförderung im Hüftbereich unterstützen und dabei helfen, Schmerzen zu lindern. Sie ist eine ergänzende physikalische Maßnahme, kein Ersatz für eine gelenkinterne Behandlung.
Kann ich mit Koxarthrose noch Sport treiben?
Ja – moderate Bewegung ist wichtig und schützend. Empfehlenswert: Schwimmen, Radfahren (aufrechte Haltung), Wassergymnastik. Zu vermeiden: hochintensive Stoßbelastungen (intensives Laufen auf hartem Untergrund, Sprungsport). Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein angepasstes Bewegungskonzept.
Wann ist ein Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP) notwendig?
Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und dauerhaft alltagsrelevante Beschwerden bestehen, kann ein Gelenkersatz eine sinnvolle Option sein. Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen – ohne Zeitdruck. Wir kooperieren mit spezialisierten Kliniken und bereiten Sie optimal auf einen möglichen Eingriff vor.
Wann sollten Sie mit Hüftarthrose zum Arzt?
Bei wiederkehrenden Leisten- oder Hüftschmerzen, Anlaufschmerz beim Aufstehen, hörbarem Reiben oder zunehmender Bewegungseinschränkung der Hüfte ist eine orthopädische Abklärung sinnvoll. Auch wenn die Lebensqualität spürbar sinkt, lohnt sich ein Termin in der Orthopädischen Praxis Beckum – je früher die Therapie startet, desto besser der Verlauf.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

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