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Traktionsbehandlung in Beckum

Apparative Extensionstherapie – schonende mechanische Entlastung der Halswirbelsäule (HWS), Lendenwirbelsäule (LWS) und Hüfte bei Bandscheiben- und Wirbelsäulenbeschwerden.

Was ist die apparative Extensionstherapie?

Die Traktionsbehandlung – auch apparative Extensionstherapie genannt – ist eine bewährte Methode der physikalischen Medizin, bei der Gelenke oder Wirbelsäulenabschnitte durch kontrollierte mechanische Zugkräfte entlastet werden. Dabei werden die Gelenkflächen und Bandscheibenräume schonend auseinandergezogen, sodass Nerven, Knorpel und Bindegewebe Druck entzogen wird.

Die Behandlung erfolgt in unserer Praxis mit modernen apparativen Extensionsgeräten, die eine präzise Dosierung der Zugkraft und eine reproduzierbare, sichere Anwendung ermöglichen. Im Gegensatz zur manuellen Traktion erlaubt die Apparate-gestützte Methode eine besonders schonende, stufenweise Steigerung der Zugkraft und kann auch als intermittierende Traktion eingesetzt werden.

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Präzise Dosierung

Apparative Extensionsgeräte ermöglichen eine exakt kontrollierte und stufenlos einstellbare Zugkraft – für eine reproduzierbare und sichere Behandlung.

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Kontinuierlich oder intermittierend

Die Traktion kann als gleichmäßige Dauertraktion oder als rhythmisch wechselnde intermittierende Zugbelastung angewendet werden – je nach Befund und Verträglichkeit.

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Ergänzung zum Gesamtkonzept

Traktionsbehandlung wird in aller Regel als Teil eines umfassenden Therapieplans eingesetzt – ergänzend zu Physiotherapie, Manualtherapie oder Schmerztherapie.

Anwendungsgebiete der Traktionsbehandlung

Wir bieten die apparative Extensionstherapie für drei Körperregionen an: Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule und Hüfte.

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Halswirbelsäule (HWS)

Die zervikale Traktion entlastet die Bandscheibenräume und Facettengelenke der Halswirbelsäule. Durch eine kontrollierte Zugkraft wird der Abstand zwischen den Wirbelkörpern vorübergehend vergrößert, was komprimierten Nervenwurzeln Raum geben kann.

Mögliche Indikationen:

  • Bandscheibenbeschwerden HWS
  • Zervikales Wurzelsyndrom (Armschmerz, Kribbeln)
  • Nackenschmerzen mit eingeschränkter Beweglichkeit
  • Zervikalsyndrom
  • Facettengelenkbeschwerden der HWS
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Lendenwirbelsäule (LWS)

Die lumbale Traktion zielt auf eine schonende Entlastung der Bandscheiben und Nervenwurzeln der Lendenwirbelsäule. Durch Vergrößerung der Bandscheibenräume kann Druck auf eingeklemmte Nervenwurzeln reduziert werden.

Mögliche Indikationen:

  • Bandscheibenvorfall LWS (konservative Phase)
  • Lumbales Wurzelsyndrom (Ischias)
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Spinale Enge (Spinalkanalstenose, begleitend)
  • Facettengelenkbeschwerden der LWS
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Hüfte

Die Hüfttraktion entlastet das Hüftgelenk durch kontrollierten Längszug. Dies kann bei degenerativen Veränderungen und schmerzhafter Bewegungseinschränkung als ergänzende Maßnahme sinnvoll sein.

Mögliche Indikationen:

  • Hüftarthrose (Coxarthrose, begleitend)
  • Femoroacetabuläres Impingement (FAI, konservativ)
  • Schmerzhaft eingeschränkte Hüftbeweglichkeit
  • Postoperative Nachbehandlung (nach Rücksprache)

⚠️ Wichtiger Hinweis zu den Indikationen

Ob eine Traktionsbehandlung für Ihre individuelle Situation geeignet ist, stellen wir erst nach einer ärztlichen Untersuchung und Analyse Ihres Befundes fest. Nicht jeder Befund ist für eine Extension geeignet – bei bestimmten Instabilitäten oder akuten Entzündungen kann die Traktion kontraindiziert sein.

Wie wirkt die Extensionstherapie?

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Gelenk­entlastung

Durch den kontrollierten Längszug werden die Gelenkflächen schonend voneinander entfernt. Dies kann den Druck auf Gelenkknorpel, Menisci und Bandscheiben vorübergehend reduzieren.

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Nerven­entlastung

Eine Vergrößerung der Neuroforamina (Nervenaustrittsöffnungen) kann bei einem eingeklemmten Nerv den Druck auf die Nervenwurzel reduzieren und so Ausstrahlungsbeschwerden wie Kribbeln oder Taubheit beeinflussen.

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Bandscheiben­ernährung

Wechselnde Druckentlastung (intermittierende Traktion) kann die Diffusion von Nährstoffen und Flüssigkeit in die Bandscheibe begünstigen – da Bandscheiben keine eigene Blutversorgung besitzen und auf diesen Pumpeffekt angewiesen sind.

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Muskuläre Entspannung

Schmerzbedingte Muskelverspannungen im Bereich der Wirbelsäule können durch die Traktion reflektorisch gelindert werden. Dies kann die Beweglichkeit kurzfristig verbessern und ergänzende Therapien erleichtern.

Ablauf einer Traktionsbehandlung

1

Ärztliche Untersuchung

Wir erheben den Befund und klären, welche Region behandelt werden soll, ob Kontraindikationen vorliegen und welche Traktionsform (kontinuierlich/intermittierend, Zugkraft) für Sie geeignet ist.

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Lagerung & Einstellung

Sie werden bequem auf dem Extensionstisch gelagert. Die Fixierungen werden angelegt und die Zugkraft individuell eingestellt. Wir beginnen stets mit einer niedrigen Intensität.

3

Traktion

Die Zugkraft wird langsam gesteigert. Eine Sitzung dauert je nach Behandlungsplan ca. 15 bis 30 Minuten. Während der Behandlung können Sie ruhig liegen und entspannen.

4

Nachbetreuung & Serie

Nach der Behandlung werden Sie kurz nachbetreut. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach Ihrer Diagnose und dem Ansprechen auf die Therapie – typisch sind 5 bis 10 Behandlungen.

📋 Kurzübersicht

  • Dauer pro Sitzung: ca. 15–30 Minuten
  • Behandlungsserie: 5–10 Sitzungen (individuell)
  • Nebenwirkungen: Leichter Dehnungsschmerz möglich; bei Beschwerdeverstärkung sofortiger Abbruch
  • Nach der Behandlung: Schwere körperliche Arbeit am Behandlungstag vermeiden

Kosten & Kostenübernahme

🏥

Gesetzliche Krankenkassen (GKV)

Die apparative Extensionstherapie kann bei bestimmten Diagnosen als Kassenleistung verordnet werden (z. B. als Bestandteil physiotherapeutischer Verordnungen). Bei anderen Indikationen wird sie als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) privat abgerechnet.

Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welche Abrechnungsmöglichkeit für Ihre Situation in Frage kommt.

💼

Private Krankenkassen (PKV)

Private Krankenversicherungen erstatten physikalische Therapiemaßnahmen wie die apparative Extension in der Regel vollständig. Wir stellen auf Wunsch einen Kostenplan zur Vorlage bei Ihrer Versicherung aus.

Unser Tipp: Bitte klären Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrer PKV, ob die Traktionsbehandlung in Ihrem Tarif erstattet wird.

Häufige Fragen zur Traktionsbehandlung

Antworten auf die wichtigsten Patientenfragen

Ist die Traktionsbehandlung schmerzhaft?
Die apparative Extensionstherapie ist in der Regel gut verträglich. Während der Traktion kann ein angenehmes Ziehen oder Dehnungsgefühl entstehen. Kommt es zu Schmerzverstärkung oder Taubheitsgefühl, unterbrechen wir die Behandlung sofort. Die Intensität passen wir individuell und stufenweise an.
Wie viele Behandlungen sind sinnvoll?
Das hängt von Ihrer Diagnose und Ihrem Beschwerdebild ab. Oft werden Serien von 5 bis 10 Sitzungen empfohlen, die wir mit weiteren therapeutischen Maßnahmen kombinieren. Den genauen Behandlungsplan besprechen wir individuell nach ärztlicher Untersuchung.
Was kann ich nach der Behandlung tun und lassen?
Direkt nach der Traktionsbehandlung empfehlen wir, schwere körperliche Arbeit und abrupte Bewegungen für einige Stunden zu vermeiden. Leichte Aktivitäten und Alltagsbewegungen sind in der Regel problemlos möglich. Genaue Empfehlungen erhalten Sie von uns nach der Behandlung.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei bestimmten Indikationen kann die Traktionsbehandlung als Kassenleistung verordnet werden. In anderen Fällen wird sie als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) privat abgerechnet. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten meist vollständig. Wir beraten Sie gerne zu den Kosten und der Abrechnungsmöglichkeit in Ihrem konkreten Fall.
Für wen ist die Traktionsbehandlung nicht geeignet?
Kontraindikationen können sein: akute Entzündungen oder Infektionen der Wirbelsäule, schwere Osteoporose mit Frakturrisiko, Wirbelsäuleninstabilitäten (z. B. Spondylolisthese höheren Grades), frische Wirbelfrakturen sowie bestimmte Gefäßerkrankungen. Wir klären im ärztlichen Gespräch, ob die Therapie für Sie geeignet ist.
Kann die Traktionsbehandlung mit anderen Therapien kombiniert werden?
Ja – Traktion wird oft als Teil eines umfassenderen Behandlungskonzepts eingesetzt, etwa in Kombination mit Manualtherapie, Physiotherapie oder physikalischen Verfahren wie Wärme- oder Elektrotherapie. Welche Kombination sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

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