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Akupunktur in Beckum

Ärztliche Akupunktur bei chronischen Schmerzen – Rücken und Ischias, Gelenke (Knie, Hüfte, Schulter), Nacken sowie Kopfschmerz und Migräne. Bei chronischem Rückenschmerz und Kniearthrose eine Kassenleistung.

Akupunktur in der Orthopädie

Akupunktur ist ein Behandlungsverfahren, bei dem feine Einmalnadeln an definierten Punkten des Körpers gesetzt werden. Das Verfahren stammt ursprünglich aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird heute jedoch zunehmend auf Basis neurophysiologischer Erkenntnisse eingesetzt – vor allem zur Behandlung chronischer Schmerzen.

In der Orthopädie kommt Akupunktur vor allem als ergänzende Maßnahme bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparats zum Einsatz. Für ausgewählte Indikationen – insbesondere chronische Rückenschmerzen und Kniearthrose – liegen klinische Studien vor, die auf mögliche Effekte auf Schmerz und Funktion hinweisen.

In Deutschland sind Ärztinnen und Ärzte berechtigt, Akupunktur als Kassenleistung bei bestimmten chronischen Schmerzerkrankungen anzubieten – eine bundesweit einmalige Regelung im Bereich der komplementärmedizinischen Verfahren.

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Feine Akupunkturnadeln

Die verwendeten Einmalnadeln sind sterile, sehr feine Instrumente aus medizinischem Stahl. Das Setzen der Nadeln ist bei richtiger Technik in der Regel kaum spürbar.

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Neurophysiologischer Ansatz

Moderne Erklärungsmodelle gehen davon aus, dass Akupunktur über das Nervensystem auf die körpereigene Schmerzverarbeitung einwirken kann – u. a. durch Aktivierung körpereigener Regulationsmechanismen.

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Ärztliche Durchführung

Akupunktur wird in unserer Praxis ausschließlich von approbierten Ärztinnen und Ärzten mit anerkannter Zusatzqualifikation durchgeführt. Vor der Behandlung steht eine sorgfältige ärztliche Untersuchung.

Anwendungsgebiete der Akupunktur

Von chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen bis zu Kopfschmerz und Migräne – für viele Beschwerden liegen wissenschaftliche Studien vor. Zu jeder Indikation nennen wir die Evidenzlage und verlinken eine zentrale Quelle.

Besonders gut untersucht

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Chronische Rückenschmerzen (LWS)

Die am besten untersuchte Indikation. Große deutsche Studien (GERAC) zeigten, dass Akupunktur chronische Kreuzschmerzen über mindestens sechs Monate lindern kann.

Evidenz: gut belegt · Kassenleistung ab 6 Mon. · GERAC 2007 →

Ischias & Nervenwurzelreizung

Bei ausstrahlenden Schmerzen ins Bein (Ischialgie) zeigen systematische Übersichtsarbeiten eine deutliche Linderung der Beinschmerzen – ergänzend zur orthopädischen Behandlung.

Evidenz: gut belegt · Metaanalyse chron. Schmerz 2018 →

🦵

Kniearthrose (Gonarthrose)

Für die Kniearthrose liegen mehrere Metaanalysen vor, die eine Linderung von Schmerz und eine verbesserte Gelenkfunktion zeigen.

Evidenz: gut belegt · Kassenleistung ab 6 Mon. · Metaanalyse 2007 →

🔝

Chronische Nackenschmerzen (HWS)

Bei chronischen Nackenschmerzen kann Akupunktur die Beschwerden über Monate lindern – besonders in Kombination mit Bewegungsübungen.

Evidenz: gut belegt · Metaanalyse chron. Schmerz 2018 →

🌩️

Migräne (Vorbeugung)

Zur Vorbeugung von Migräneattacken ist Akupunktur laut Cochrane-Analyse den medikamentösen Prophylaxen nicht unterlegen und kann die Attackenhäufigkeit senken.

Evidenz: gut belegt · Cochrane 2016 →

😣

Spannungskopfschmerz

Bei häufigem oder chronischem Spannungskopfschmerz kann Akupunktur die Zahl der Kopfschmerztage reduzieren.

Evidenz: gut belegt · Cochrane 2016 →

Weitere Anwendungsgebiete

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Schulterbeschwerden & Frozen Shoulder

Bei Schulterschmerzen und Schultersteife (Frozen Shoulder) gibt es Hinweise auf eine kurz- bis mittelfristige Schmerzlinderung und bessere Beweglichkeit.

Evidenz: Hinweise auf Nutzen (begrenzt) · SR/MA 2020 →

🦴

Hüftarthrose (Coxarthrose)

Auch bei Hüftarthrose zeigen Übersichtsarbeiten eine Verbesserung von Schmerz und Funktion – die Studienqualität ist heterogener als beim Knie.

Evidenz: Hinweise auf Nutzen · SR/MA 2023 →

🎗️

Fibromyalgie & chronische Schmerzsyndrome

Bei Fibromyalgie kann Akupunktur – vor allem als Elektroakupunktur – Schmerz und Steifigkeit kurzfristig lindern; die Effekte sind meist zeitlich begrenzt.

Evidenz: Hinweise auf Nutzen · Cochrane 2013 →

🎯

Myofasziale Schmerzen & Verspannungen

Bei muskulären Verspannungen und myofaszialen Triggerpunkten wird Akupunktur nahe der schmerzhaften Punkte zur Muskelentspannung eingesetzt – häufig ergänzend zur Physiotherapie.

Evidenz: ergänzendes Verfahren · individuelle Abwägung

Außerhalb der beiden GKV-Indikationen (chronischer LWS-Schmerz, Kniearthrose) werden diese Behandlungen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) oder über die private Krankenversicherung abgerechnet. Ob Akupunktur bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist, klären wir individuell im ärztlichen Gespräch.

Ablauf einer Akupunkturbehandlung

1

Ärztliches Erstgespräch

Wir erheben eine ausführliche Anamnese, untersuchen Sie und stellen fest, ob Akupunktur für Ihre Beschwerden geeignet ist und welche Punkte behandelt werden sollen. Kontraindikationen werden ausgeschlossen.

2

Nadelsetzen

Die sehr feinen Einmalnadeln werden an individuell ausgewählten Punkten gesetzt. Beim Einstich entsteht – wenn überhaupt – nur ein kurzes Kribbeln oder Druckgefühl.

3

Ruhezeit

Die Nadeln verbleiben für ca. 15 bis 30 Minuten im Körper. Sie liegen in dieser Zeit entspannt und ruhig. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden diese Phase als angenehm entspannend.

4

Behandlungsserie

Eine Behandlungsserie umfasst in der Regel 8 bis 10 Sitzungen. Die Sitzungen finden üblicherweise 1- bis 2-mal pro Woche statt. Den Fortschritt besprechen wir regelmäßig mit Ihnen.

Wo werden die Nadeln gesetzt?

Es gibt keine starre „Punktekarte" – die Auswahl richtet sich nach Ihren Beschwerden und dem Untersuchungsbefund. In der Regel kombinieren wir lokale Punkte nahe der schmerzhaften Region (z. B. beidseits entlang der Lendenwirbelsäule oder rund um das Kniegelenk) mit Fernpunkten an Armen oder Beinen, die über das Nervensystem auf die Schmerzverarbeitung wirken. Welche Punkte für Sie sinnvoll sind, besprechen wir vor der Behandlung.

Kurzübersicht

  • Nadeldauer: 15–30 Minuten pro Sitzung
  • Sitzungen: 8–10 (ggf. bis zu 15) pro Behandlungsserie
  • Nebenwirkungen: Selten; gelegentlich leichte lokale Rötung oder Hämatom; Schwindel oder Kreislaufreaktionen sind sehr selten
  • Nadeln: Sterile Einmalnadeln (keine Wiederverwendung)

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Deutschland nimmt in Europa eine Sonderstellung ein: Akupunktur ist bei bestimmten Indikationen eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

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Gesetzliche Krankenkassen (GKV)

Seit 2007 sind alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland verpflichtet, Akupunktur bei folgenden Indikationen zu erstatten:

  • Chronischer Rückenschmerz LWS – Schmerzdauer ≥ 6 Monate, mit oder ohne Ausstrahlung, Schmerzintensität ≥ 5 auf der NRS
  • Chronische Kniegelenksarthrose – Schmerzdauer ≥ 6 Monate, röntgenologisch gesicherter Befund, Schmerzintensität ≥ 5

Voraussetzung ist zudem die Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt mit anerkannter Zusatzausbildung Akupunktur.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob weitere Voraussetzungen zu erfüllen sind.

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Private Krankenkassen & Zusatzversicherungen (PKV)

Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen bieten häufig deutlich erweiterte Leistungen im Bereich der Akupunktur an – oft auch für Indikationen, die nicht im GKV-Leistungskatalog enthalten sind.

  • Nacken, Schulter & Hüfte
  • Kopfschmerz & Migräne
  • Fibromyalgie & weitere je nach Tarif

Unser Tipp: Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Versicherung und holen Sie auf Wunsch eine schriftliche Kostenzusage ein. Wir stellen Ihnen gerne einen Kostenplan aus.

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Selbstzahler (IGeL)

Liegt Ihre Erkrankung außerhalb der GKV-Indikationen und ist keine PKV vorhanden, kann Akupunktur als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Anspruch genommen werden.

Wir informieren Sie vor Beginn der Behandlung transparent über alle anfallenden Kosten und erstellen einen schriftlichen Kostenplan.

Was sagt die Forschung?

Akupunktur ist eines der am besten untersuchten komplementärmedizinischen Verfahren. Die robusteste Evidenz besteht bei chronischen Schmerzen – vor allem an Rücken, Knie und Nacken sowie bei Kopfschmerz und Migräne: Eine große Metaanalyse mit Einzelpatientendaten (Vickers 2018) zeigt einen klinisch relevanten Effekt, der über die reine Placebowirkung hinausgeht; für Migräne und Spannungskopfschmerz liegen Cochrane-Reviews vor. Die deutschen GERAC-Studien bildeten die Grundlage dafür, dass Akupunktur bei chronischem Rückenschmerz und Kniearthrose seit 2007 Kassenleistung ist.

Für weitere Gelenkbeschwerden (z. B. Schulter, Hüfte) und für die Fibromyalgie gibt es Hinweise auf einen Nutzen; hier ist die Studienlage heterogener. Die jeweilige Studienlage zu jeder Indikation finden Sie oben direkt an den einzelnen Karten.

Zur Einordnung: Studien zeigen Effekte auf Gruppenebene und erlauben kein Erfolgsversprechen im Einzelfall. Akupunktur ist ein risikoarmes Verfahren und ergänzt die orthopädische Behandlung – sie ersetzt keine kausale medizinische Therapie. Ob sie bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist, klären wir im ärztlichen Gespräch.

Häufige Fragen zur Akupunktur

Die wichtigsten Antworten für unsere Patienten

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für Akupunktur?
Gesetzliche Krankenkassen erstatten Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule und bei Gonarthrose, sofern die Beschwerden mindestens 6 Monate bestehen. Private Krankenversicherungen decken häufig weitere Indikationen ab. Voraussetzungen vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Kasse abklären.
Wie viele Sitzungen sind im Rahmen der GKV erstattungsfähig?
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten in der Regel bis zu 10 Sitzungen pro Behandlungsserie (im Ausnahmefall bis zu 15) bei den beiden anerkannten Indikationen (chronischer LWS-Schmerz, Gonarthrose). Die genaue Anzahl und etwaige Folgeanträge besprechen wir mit Ihnen.
Ist Akupunktur schmerzhaft?
Akupunkturnadeln sind sehr fein und werden mit speziellen Techniken gesetzt, die den Einstich kaum spürbar machen. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben lediglich ein leichtes Druckgefühl oder ein kurzes Kribbeln beim Setzen der Nadel. Die Behandlung wird von den meisten als gut verträglich erlebt.
Wie lange dauert eine Akupunkturbehandlung?
Das Erstgespräch mit Befunderhebung dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Die Nadeln verbleiben üblicherweise für 15 bis 30 Minuten im Körper. Folgesitzungen sind kürzer, da die Anamnese bereits vorliegt.
Wer darf Akupunktur in Deutschland durchführen?
Akupunktur darf in Deutschland nur von approbierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Um Akupunktur im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung abzurechnen, ist zusätzlich eine anerkannte Zusatzausbildung (Akupunkturdiplom) erforderlich. Heilpraktiker dürfen Akupunktur außerhalb der GKV-Abrechnung anbieten.
Für wen ist Akupunktur nicht geeignet?
Vorsicht ist geboten bei: Gerinnungsstörungen oder Einnahme von Blutgerinnungshemmern, aktiven Infektionen (Fieber), Schwangerschaft (bestimmte Punkte sind kontraindiziert), Angststörungen mit ausgeprägter Nadelangst sowie Erkrankungen, bei denen eine kausale medizinische Behandlung vorrangig ist. Wir klären dies im Aufnahmegespräch.
Wo werden die Nadeln gesetzt?
Das hängt von Ihren Beschwerden ab – eine feste „Punktekarte" gibt es nicht. Meist kombinieren wir Punkte nahe der schmerzhaften Region (etwa beidseits entlang der Lendenwirbelsäule oder rund um das Kniegelenk) mit Fernpunkten an Armen und Beinen, die über das Nervensystem auf die Schmerzverarbeitung wirken. Die konkrete Auswahl legen wir nach der Untersuchung individuell fest.
Welche Krankenkasse zahlt Akupunktur?
Bei den beiden anerkannten Indikationen – chronischer Rückenschmerz der Lendenwirbelsäule und Kniearthrose, jeweils seit mindestens sechs Monaten – ist Akupunktur eine Pflichtleistung aller gesetzlichen Krankenkassen (AOK, Barmer, DAK, TK, IKK u. a.). Für andere Beschwerden übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten nicht; hier ist die Behandlung eine Selbstzahler-Leistung (IGeL) oder wird über eine private Kranken- oder Zusatzversicherung abgerechnet.
Welche Nebenwirkungen kann Akupunktur haben – und was ist eine Erstverschlimmerung?
Akupunktur ist ein risikoarmes Verfahren. Möglich sind an der Einstichstelle ein kleiner blauer Fleck, eine leichte Rötung oder ein kurzes Nachziehen; selten treten Müdigkeit oder ein leichtes Kreislaufgefühl auf. Manche Patientinnen und Patienten bemerken zu Beginn eine vorübergehende „Erstverschlimmerung" – die Beschwerden nehmen kurz zu, bevor sie sich bessern. Das ist harmlos und klingt in der Regel rasch ab.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

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