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Konservative Schmerztherapie in Beckum

Schmerzen am Bewegungsapparat individuell behandeln – mit medikamentösen, physikalischen und interventionellen Verfahren. Unser Ziel: Beschwerden lindern, Beweglichkeit erhalten und operative Eingriffe so lange wie möglich vermeiden.

Konservativ vor operativ

Ein breites Spektrum gelenkerhaltender und schmerzlindernder Verfahren – abgestimmt auf Ihre individuelle Situation.

Schmerzen am Bewegungsapparat – ob an Gelenken, Muskeln oder Sehnen – können Ihren Alltag erheblich einschränken. In unserer Praxis stehen verschiedene konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die wir auf Ihre individuelle Situation abstimmen. Medikamentöse Maßnahmen, gezielte Injektionen und physikalische Verfahren ergänzen sich dabei zu einem ganzheitlichen Therapiekonzept.

Welche Kombination für Sie geeignet ist, klären wir in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch nach gründlicher Untersuchung und Auswertung Ihrer Befunde.

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Hyaluronsäure-Therapie

Intraartikuläre Hyaluronsäure-Injektionen (Viscosupplementation) bei Knie-, Hüft- und Schulterarthrose – besonders bei milder bis moderater Ausprägung als Alternative zu wiederholten Kortisoninjektionen.

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Akupunktur

Orthopädische Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen und Kniearthrose – bei bestimmten Indikationen von den gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähig (GKV-Leistung seit 2007).

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Manuelle Therapie

Chirotherapeutische Untersuchung und Behandlung von Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden durch gezielte manuelle Techniken – Kassenleistung bei entsprechender Verordnung.

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Physikalische Therapie

Stoßwellentherapie, Hochenergie-Induktionstherapie (HEIT/PEMF), Traktionsbehandlung, Magnetfeldtherapie – apparative Verfahren bei Schmerzen im Bewegungsapparat.

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Stoßwellentherapie

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei Fersensporn, Tennisellenbogen, Kalkschulter und weiteren chronischen Sehnenbeschwerden.

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Schmerzmittel (NSAR & Paracetamol)

Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac sind für viele orthopädische Beschwerden die Erstlinientherapie – individuell abgestimmt auf Vorerkrankungen und Verträglichkeit.

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Kortison-Injektionen

Intraartikuläre oder periartikuläre Kortisoninjektionen wirken schnell bei lokalen Entzündungen – gezielt eingesetzt, mit transparenter Aufklärung über Indikationen und Risiken.

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Lokalanästhetika & Quaddeln

Diagnostische und therapeutische Infiltrationen mit Lokalanästhetika – insbesondere bei myofaszialen Triggerpunkten und zur kurzfristigen Akutschmerzbehandlung.

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Infusionstherapie & Opioide

Infusionen bei akuten Schmerzzuständen oder wenn orale Einnahme nicht möglich ist. Opioide setzen wir nur zurückhaltend und kurzfristig ein – wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

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Medikamentöse Schmerztherapie

Medikamente sind ein wesentlicher Baustein der Schmerzbehandlung – häufig als Basis, die durch weitere Verfahren ergänzt wird.

Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac bilden für viele orthopädische Beschwerden die Erstlinientherapie: Sie reduzieren gleichzeitig Schmerz und Entzündung. Paracetamol ist eine Alternative bei milder Schmerzausprägung oder wenn NSAR kontraindiziert sind. Wir wählen das geeignete Präparat individuell aus und berücksichtigen dabei Begleiterkrankungen wie Magen-Darm-, Nieren- oder Herzprobleme sowie mögliche Wechselwirkungen.

Kortison-Injektionen (Corticosteroid-Infiltrationen) ermöglichen eine schnelle, gezielte lokale Entzündungshemmung – intraartikulär oder periartikulär. Die Wirkung setzt meist innerhalb weniger Tage ein; die Dauer variiert je nach Indikation. Aktuelle Leitlinien empfehlen einen zurückhaltenden Einsatz mit begrenzter Wiederholungszahl. Mehr dazu im Abschnitt Kortison-Injektionen.

Lokalanästhetika (z. B. Lidocain) werden sowohl diagnostisch – zur Identifikation der Schmerzquelle – als auch therapeutisch eingesetzt. Die Quaddeltherapie (subkutane Infiltration kleiner Mengen an Triggerpunkten) kann insbesondere in der Akutschmerzbehandlung kurzfristig lindern. Der Nutzen für eine dauerhafte Schmerzreduktion ist begrenzt; wir setzen das Verfahren als ergänzende Maßnahme im Gesamtkonzept ein.

Infusionstherapie kommt bei akuten, intensiveren Schmerzzuständen oder bei nicht möglicher oraler Einnahme in Betracht – die intravenöse Gabe ermöglicht einen rascheren Wirkungseintritt. Opioide setzen wir sehr zurückhaltend und ausschließlich kurzfristig ein: Aktuelle Daten zeigen, dass sie bei orthopädischen Beschwerden häufig nicht wirksamer sind als NSAR, aber mit deutlich mehr Risiken verbunden sind.

Kortison-Injektionen: Indikationen und Evidenz

Kortisoninjektionen (Corticosteroid-Infiltrationen) bieten eine schnelle lokale Entzündungshemmung – mit klar abgegrenzten Indikationen und einem zurückhaltenden Einsatz bei wiederholter Anwendung.

Bewährte Indikationen

Kortison-Injektionen können bei folgenden Beschwerden im Rahmen der orthopädischen Behandlung eingesetzt werden:

  • Schultersteife / Adhäsive Kapsulitis (Frozen Shoulder)
  • Sehnenscheidenentzündungen (z. B. De-Quervain)
  • Schnappfinger (Triggerfinger)
  • Akute Entzündungsschübe bei Knie- oder Hüftarthrose
  • Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)
  • Subakromiales Impingement (Schulter)
  • Karpaltunnelsyndrom (ergänzend, kurzfristig)
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Wirkprinzip und Dauer

Kortisoninjektionen hemmen entzündliche Prozesse lokal, wo sie gebraucht werden. Die Wirkung tritt meist innerhalb weniger Tage ein und kann mehrere Wochen anhalten – bei den meisten Indikationen ca. 4–12 Wochen. Anschließend lässt die Wirkung in der Regel nach.

Wir führen Injektionen häufig unter Ultraschallkontrolle durch, um eine präzise Platzierung zu gewährleisten.

⚠️ Hinweise zu wiederholten Kortison-Injektionen

Aktuelle Leitlinien und Studien empfehlen einen zurückhaltenden Umgang mit häufig wiederholten Kortisoninjektionen:

  • Die American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS) hat ihre Empfehlung für Kortisoninjektionen bei Kniearthrose abgestuft – es besteht ein mögliches Risiko, das Fortschreiten der Arthrose zu beschleunigen.
  • Bei Hüftarthrose ist bei hohen Dosen oder mehrfachen Injektionen ein erhöhtes Risiko einer rasch destruierenden Hüfterkrankung beschrieben.
  • Bei Tendinopathien (z. B. Tennisellenbogen) zeigen Kortison-Injektionen kurzfristigen Nutzen, sind langfristig aber häufig mit schlechteren Ergebnissen verbunden als physiotherapeutische Maßnahmen.
  • Lokale Nebenwirkungen wie Hautatrophie, Depigmentierung oder selten Knorpelschäden sind bei wiederholter Anwendung möglich.

Quellen: AAOS Knee OA Guideline 2021 · Okike et al., JBJS 2021 · Coombes et al., Lancet 2010 · Kamel et al., AJR 2024

📌 Unser Vorgehen

Kortison-Injektionen sind in ausgewählten Situationen sinnvoll und effektiv. Wir setzen sie gezielt und nicht als Dauerlösung ein – und besprechen mit Ihnen ausführlich, welche Therapieoption für Ihre Situation geeignet ist und wann alternative Verfahren (z. B. Hyaluronsäure oder physikalische Therapie) vorzuziehen sind.

Lokalanästhetika und Triggerpunktbehandlung

Gezielte Infiltrationen mit Lokalanästhetika – diagnostisch und therapeutisch bei akuten Schmerzen und myofaszialen Beschwerden.

Lokalanästhetika (z. B. Lidocain, Bupivacain) können in Gelenke, Sehnenansätze, Muskeln oder periartikuläre Strukturen injiziert werden. Neben der diagnostischen Anwendung – zur Identifikation der Schmerzquelle – kommen sie therapeutisch vor allem bei myofaszialen Schmerzen und Muskelverhärtungen (Triggerpunkten) zum Einsatz.

Die Quaddeltherapie (subkutane Injektion kleiner Mengen in die schmerzhaften Punkte) kann insbesondere in der Akutschmerzbehandlung eine kurzfristige Linderung ermöglichen. Die wissenschaftliche Evidenz für einen dauerhaften Nutzen bei muskuloskelettalen Erkrankungen ist begrenzt; das Verfahren wird daher als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts eingesetzt. Nebenwirkungen sind meist mild und lokal begrenzt.

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Diagnostischer Einsatz

Durch gezielte Injektion eines Lokalanästhetikums in eine verdächtige Struktur lässt sich feststellen, ob diese tatsächlich die Schmerzquelle ist. Eine deutliche Beschwerdelinderung nach der Injektion bestätigt die Diagnose – eine wertvolle Information für die weitere Therapieplanung.

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Triggerpunktbehandlung

Myofasziale Triggerpunkte sind druckschmerzhafte Muskelverhärtungen, die häufig Schmerzen in entferntere Körperbereiche ausstrahlen können. Die Infiltration mit einem Lokalanästhetikum kann myofasziale Beschwerden kurzfristig lindern und die Muskelentspannung unterstützen – insbesondere in Kombination mit anschließender Physiotherapie.

Weitere medikamentöse Optionen

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Infusionstherapie

In bestimmten Situationen kann eine Infusionstherapie sinnvoll sein – etwa bei akuten, starken Schmerzzuständen oder wenn eine orale Medikamenteneinnahme nicht möglich ist. Die intravenöse Gabe ermöglicht einen schnelleren Wirkungseintritt. Diese Maßnahme wird nach individueller ärztlicher Einschätzung und als Teil eines Gesamtkonzepts eingesetzt.

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Opioide – nur in Ausnahmefällen

Starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide (z. B. Tramadol) setzen wir sehr zurückhaltend und ausschließlich für kurze Zeiträume ein. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Opioide bei orthopädischen Beschwerden häufig nicht wirksamer sind als entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), aber mit deutlich mehr Nebenwirkungen und Risiken verbunden sind. Sie kommen bei uns nur dann in Betracht, wenn sehr starke Schmerzen vorliegen und andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken.

🔄 Ganzheitlicher Ansatz

Medikamente sind ein Baustein – nicht die alleinige Lösung. Für einen dauerhaften Therapieerfolg kombinieren wir die medikamentöse Schmerztherapie mit Physiotherapie, gezielten Übungen, physikalischen Verfahren und gegebenenfalls weiteren Maßnahmen. Sprechen Sie uns jederzeit an, wenn Sie Fragen zu Ihrer aktuellen Behandlung haben.

Ihre Sicherheit steht an erster Stelle

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Anamnese & Untersuchung

Wir erheben Ihre Krankengeschichte, sichten Ihre aktuellen Medikamente und Vorerkrankungen und untersuchen den betroffenen Bereich gründlich.

2

Aufklärungsgespräch

Vor jeder medikamentösen oder interventionellen Maßnahme besprechen wir mögliche Nebenwirkungen, Risiken, die voraussichtliche Behandlungsdauer und alternative Optionen.

3

Individuelle Therapieplanung

Wir stellen einen auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan zusammen – häufig als Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen.

4

Verlaufskontrolle

Der Therapieerfolg wird regelmäßig überprüft. Wir passen das Vorgehen an Ihren Verlauf an und informieren Sie transparent über Möglichkeiten und Grenzen jeder Maßnahme.

Häufige Fragen zur konservativen Schmerztherapie

Die wichtigsten Antworten für unsere Patienten

Welche Schmerztherapie ist für mich geeignet?
Das hängt von Ihrer Diagnose, dem Schweregrad der Beschwerden, möglichen Vorerkrankungen und Ihren individuellen Bedürfnissen ab. In einem ausführlichen Gespräch nach gründlicher Untersuchung und Sichtung Ihrer Befunde erarbeiten wir gemeinsam einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?
Viele Leistungen – wie NSAR-Rezepte, Kortison-Injektionen bei entsprechender Indikation oder Akupunktur bei bestimmten Diagnosen – sind Kassenleistungen. Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wie Hyaluronsäure-Injektionen werden privat abgerechnet. Wir informieren Sie immer transparent vor Beginn einer Behandlung über Kosten und Kostenübernahme.
Wie oft können Kortison-Injektionen gegeben werden?
Die Zahl der Kortison-Injektionen sollte begrenzt bleiben. Internationale Leitlinien raten bei Knie- und Hüftarthrose zu einem zurückhaltenden Einsatz und warnen vor häufig wiederholten Injektionen, da diese mit einem möglichen negativen Einfluss auf den Gelenkknorpel und – insbesondere bei der Hüfte – mit dem Risiko einer rasch destruierenden Gelenkerkrankung verbunden sein können. Wir besprechen die Häufigkeit und Abstände individuell mit Ihnen.
Was ist der Unterschied zwischen Kortison und Hyaluronsäure?
Kortison wirkt stark entzündungshemmend und setzt schnell ein (innerhalb weniger Tage), die Wirkung hält aber meist nur 4–12 Wochen an. Hyaluronsäure zielt auf die Verbesserung der Gelenkschmierung ab, wirkt langsamer (nach ca. 4–8 Wochen), kann aber länger anhalten. Kortison ist eine Kassenleistung; Hyaluronsäure wird als IGeL abgerechnet. Beide Verfahren haben unterschiedliche Indikationen – welches für Sie sinnvoll ist, klären wir nach Befundanalyse.
Was sind Quaddeln und bei welchen Beschwerden werden sie eingesetzt?
Bei der Quaddeltechnik werden kleine Mengen eines Lokalanästhetikums (Betäubungsmittels) subkutan oder an Triggerpunkten injiziert. Das Verfahren kann bei myofaszialen Schmerzen und Muskelverhärtungen (Triggerpunkten) eingesetzt werden und bietet insbesondere in der Akutschmerzbehandlung eine Möglichkeit zur kurzfristigen Linderung. Die Evidenz für einen dauerhaften therapeutischen Nutzen ist begrenzt; das Verfahren wird daher als ergänzende Maßnahme im Gesamttherapiekonzept eingesetzt.
Kommen bei mir Opioide infrage?
Opioide setzen wir nur in Ausnahmefällen und für kurze Zeiträume ein – wenn starke Schmerzen vorliegen und andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken. Für die meisten orthopädischen Beschwerden sind entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) gleichwertig wirksam, aber mit deutlich günstigerem Nebenwirkungsprofil. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam nach ausführlicher Abwägung.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

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