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Femoroacetabuläres Impingement (FAI)

Beim femoroacetabulären Impingement (FAI) klemmen sich Weichteile zwischen Hüftkopf und Pfannenrand ein – verursacht durch knöcherne Formvarianten. Leistenschmerzen bei Hüftbeugung und -rotation sind typisch. Die konservative Behandlung steht zunächst im Vordergrund.

Was ist das femoroacetabuläre Impingement?

Cam-Impingement (Nocken-Typ)

Beim Cam-Typ ist der Hüftkopf-Hals-Übergang nicht glatt rund, sondern hat eine knöcherne Auftreibung. Bei der Beugung des Hüftgelenks schlägt dieser Nocken gegen den Pfannenrand und schädigt dort den Knorpel und das Labrum (Gelenklippe). Typisch bei jungen, aktiven Männern und Sportlern – häufig durch intensives Training in der Wachstumsphase entstanden.

Pincer-Impingement (Überdachungs-Typ)

Beim Pincer-Typ überwächst der Pfannenrand den Hüftkopf zu weit (Überdachung) oder ist fehlgeneigt (z. B. Coxa profunda, Acetabulum retroversion). Bei der Beugung klemmt das Labrum zwischen Pfannenrand und Schenkelhals. Häufiger bei Frauen mittleren Alters. In der Praxis sind Mischformen beider Typen sehr häufig.

Diagnose

Der FADIR-Test (Flexion, Adduktion, Innenrotation) provoziert den typischen Leistenschmerz und ist meist positiv. Das digitale Röntgen zeigt knöcherne Formveränderungen (Alpha-Winkel beim Cam-Typ, Kreuzzeichen beim Pincer-Typ). Eine Ultraschalluntersuchung kann Labrumveränderungen und Ergüsse zeigen. Bei komplexen Befunden ist ein MRT zur Labrum-/Knorpeldiagnostik sinnvoll.

Konservative Behandlung des FAI

Konservative Therapie ist der erste Schritt – viele Patienten profitieren deutlich, bevor operative Optionen erwogen werden.

Wann ist eine Hüftarthroskopie sinnvoll?

Wenn konservative Behandlung über mehrere Monate (in der Regel 3–6 Monate) nicht ausreicht, ein relevanter Knorpelschaden nachweisbar ist oder die Beschwerden die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen, kann eine arthroskopische Korrektur der knöchernen Formvariante und ggf. Labrum-Rekonstruktion erwogen werden. Wir beraten Sie vollständig und ohne Operationsdruck – und kooperieren bei Bedarf mit spezialisierten Kliniken.

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Häufige Fragen zum femoroacetabulären Impingement

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Was ist der Unterschied zwischen Cam- und Pincer-Impingement?
Beim Cam-Typ liegt eine Formveränderung des Hüftkopfes vor – er ist nicht mehr kugelrund, sondern hat einen „Buckel" (Cam = Nocken). Beim Pincer-Typ überwächst der Pfannenrand den Hüftkopf zu weit – er klemmt das Gewebe ein. Häufig liegen Mischformen beider Typen vor. Das Cam-Impingement ist typischer bei jungen Männern und Sportlern, das Pincer-Impingement häufiger bei Frauen mittleren Alters.
Welche Symptome hat ein FAI?
Typisch sind: Leistenschmerz bei tiefer Hüftbeugung (Hocke, Sitzen im Auto), beim Hüftinnenrotation, nach körperlicher Aktivität. Häufig tritt ein scharfer Schmerz auf. Im positiven FADIR-Test (Flexion, Adduktion, Innenrotation) ist der Schmerz reproduzierbar. Betroffen sind oft junge, aktive Patienten zwischen 20 und 40 Jahren.
Muss ein FAI operiert werden?
Nicht zwingend. Ein Teil der Patienten mit FAI profitiert zunächst von konservativer Behandlung: Belastungsanpassung, gezielte Kräftigung der Hüftmuskulatur, Manuelle Therapie und ggf. Infiltration. Wenn konservative Maßnahmen über mehrere Monate nicht ausreichen und ein Knorpelschaden droht oder fortschreitet, kann eine arthroskopische Operation (Hüftarthroskopie) sinnvoll sein. Diese Entscheidung besprechen wir sorgfältig mit Ihnen.
Führt FAI zwangsläufig zu Hüftarthrose?
Ein unbehandeltes, symptomatisches FAI kann langfristig zu einem Knorpelschaden und – in der Folge – zu einer Koxarthrose führen. Ob und wie schnell das passiert, hängt von Schweregrad, Aktivitätsniveau und individuellen Faktoren ab. Frühzeitige Diagnose und angepasste Belastung können den Verlauf in vielen Fällen günstig beeinflussen.
Kann ich mit FAI Sport treiben?
Bei leichten Beschwerden und konservativer Therapie ist moderater Sport oft möglich. Sportarten mit tiefer Hüftbeugung (Hocke, Kraftsport mit Kniebeugen in voller Tiefe, intensiver Kampfsport) sollten angepasst werden. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein angepasstes Belastungskonzept.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

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