Termin buchen Anfrage stellen Anrufen
Termin buchen Anrufen

HWS-Syndrom & Nackenschmerzen

Nacken- und Schulterverspannungen, Kopfschmerzen, Kribbeln in den Armen – Beschwerden der Halswirbelsäule sind weit verbreitet. Gezielte Therapie kann Schmerzen lindern und Rückfälle langfristig verringern.

Was ist ein HWS-Syndrom?

Das HWS-Syndrom (Zervikalsyndrom) bezeichnet Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule (C1–C7) mit Schmerzen im Nacken, möglicher Ausstrahlung in Schulter, Arm und Kopf sowie Begleitsymptomen wie Schwindel oder Sehstörungen. Die Halswirbelsäule ist das beweglichste Wirbelsäulensegment und trägt gleichzeitig den Kopf – entsprechend vulnerabel ist sie für funktionelle und degenerative Beschwerden.

Man unterscheidet das lokale Zervikalsyndrom (Schmerzen auf die HWS begrenzt), das zervikobrachialgische Syndrom (mit Ausstrahlung in den Arm durch Nervenwurzelreizung) und das zervikozephale Syndrom (mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen).

Wann sofort zum Arzt?

Bei rascher Zunahme von Kraftverlust in Arm oder Hand, beidseitiger Taubheit in beiden Armen, Schluck- oder Sprachstörungen, plötzlichem starkem Schwindel oder nach einem Schleudertrauma bitte zeitnah ärztliche Hilfe suchen.

Ursachen und Risikofaktoren

🖥️

Haltung & Alltag

  • Langes Sitzen mit vorgestrecktem Kopf (Bildschirmarbeit)
  • Smartphone-Nutzung in gebückter Kopfhaltung
  • Ungünstige Schlafposition oder Kissen
  • Stress und psychische Anspannung
🦴

Degenerative Veränderungen

  • Zervikalspondylose (Abnutzung der Wirbelgelenke)
  • Unkovertebralarthrose
  • Bandscheibenprotrusion oder -prolaps an der HWS
  • Osteophyten (Knochenwucherungen) mit Nervenkanaleinengung

Traumatische Ursachen

  • Schleudertrauma (HWS-Distorsion nach Unfall)
  • Akute Blockierung durch abrupte Bewegung
  • Sportliche Überlastung (Kontaktsportarten)

Typische Symptome

Lokale Beschwerden

  • Nacken- und Schulterschmerzen
  • Eingeschränkte Kopfbeweglichkeit
  • Muskelhartspann im Nacken-Schulter-Bereich
  • Morgensteifigkeit

Ausstrahlende Beschwerden

  • Kopfschmerzen, die vom Nacken ausgehen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Arm, Hand oder Fingern
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Sehstörungen oder Ohrgeräusche (selten, bei oberer HWS)

Diagnostik in unserer Praxis

🩺

Klinische Untersuchung

Messung der Bewegungsausmaße, Muskelpalpation, neurologische Prüfung (Reflexe BSR/TSR, Kraft, Sensibilität der Arme), Spurling-Test, Traktion im Liegen zur Nervenwurzelentlastung.

🩻

Digitales Röntgen

Beurteilung der HWS-Statik, Bandscheibenfachhöhen, Osteophyten, Unkovertebralgelenke und ggf. Instabilität. Funktionsaufnahmen in Beugung und Streckung möglich.

Mehr zum digitalen Röntgen →

🔊

Ultraschall

Beurteilung der Weichteile, Muskeln und perivaskulärer Strukturen im Halsbereich. Ergänzend zur klinischen Untersuchung bei Unklarheiten.

Mehr zur Ultraschalldiagnostik →

Behandlung des HWS-Syndroms

Unser Therapiekonzept kombiniert gezielte manuelle Techniken, physikalische Behandlung und aktive Übungstherapie für nachhaltige Beschwerdelinderung.

1

Manuelle Mobilisation

Sanfte Mobilisation von Wirbelblockierungen, Lösung von Muskelhartspann und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit. Häufig rasche Linderung bei funktionellen Beschwerden.

2

Traktionsbehandlung

Sanfter Extensionszug an der HWS – entlastet Nervenwurzeln, erweitert die Foramina und lindert Ausstrahlungen in Arm und Hand.

3

HEIT · Physikalische Therapie

Hochenergie-Induktionstherapie (HEIT / emFieldPro) und Elektrotherapie zur Schmerzlinderung und Entspannung der Nacken- und Schultermuskulatur.

4

Aktive Übungstherapie

Kräftigung der tiefen Nackenflexoren und Schulterblattmuskeln, Verbesserung der Kopfposition, ergonomische Anpassung am Arbeitsplatz.

Begleitende Heimübungen für die HWS

Gezielte Übungen zur Kräftigung der tiefen Nackenflexoren und Schulterblattmuskeln sind ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Sie verbessern die Haltung und beugen Rückfällen vor.

Zum Übungsprogramm HWS →

Häufige Fragen zum HWS-Syndrom

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Woher kommen die meisten Nackenschmerzen?
Die häufigste Ursache sind funktionelle Beschwerden: Muskelverspannungen durch langes Sitzen, Bildschirmarbeit und Stress führen zu Tonuserhöhung der Nacken- und Schultermuskulatur, Wirbelblockierungen und einem schmerzhaften Muskelhartspann. Degenerative Veränderungen (Zervikalspondylose, Unkovertebralarthrose) spielen ab dem 40. Lebensjahr zunehmend eine Rolle.
Können Nackenschmerzen Kopfschmerzen verursachen?
Ja – zervikogene Kopfschmerzen (Kopfschmerzen, die von der Halswirbelsäule ausgehen) sind eine häufige, aber oft verkannte Form. Sie strahlen typischerweise vom Nacken über den Hinterkopf bis in die Schläfe aus und werden durch Nackenbewegungen oder Druck auf Halswirbel verstärkt. Eine gezielte Behandlung der HWS kann diese Kopfschmerzen deutlich bessern.
Was ist Schwindel bei HWS-Beschwerden?
HWS-bedingter Schwindel (zervikogener Schwindel) entsteht durch fehlerhafte Informationsverarbeitung aus den Muskeln und Gelenken der oberen Halswirbelsäule. Er ist meist mild, lageabhängig und begleitet Nackenschmerzen. Bei anhaltendem oder starkem Schwindel sollten andere Ursachen (Innenohr, Neurologie) ausgeschlossen werden.
Hilft Traktion bei HWS-Beschwerden?
Traktionsbehandlung an der Halswirbelsäule kann Nervenwurzeln entlasten, Wirbelgelenke mobilisieren und Muskelverspannungen lösen – besonders bei Ausstrahlungen in den Arm (Brachialgie). Sie wird sanft und kontrolliert durchgeführt.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Ihre Erfahrung hilft anderen Patienten bei der Entscheidung. Teilen Sie Ihre Meinung auf Google!

Bewertung schreiben ↗