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Metatarsalgie & Morton-Neurom – Vorfußschmerz

Schmerzen unter den Mittelfußköpfchen – beim Gehen, Stehen oder in engen Schuhen – sind typisch für die Metatarsalgie. Das Morton-Neurom als Sonderform verursacht brennende, elektrisierende Schmerzen zwischen den Zehen durch eine Nervenverdickung.

Metatarsalgie & Morton-Neurom – was steckt dahinter?

Die Metatarsalgie ist ein Sammelbegriff für belastungsabhängige Schmerzen unter den Mittelfußköpfchen (Vorfußballen); das Morton-Neurom ist eine Sonderform mit brennenden Schmerzen zwischen den Zehen durch eine Nervenverdickung. Beide fallen durch Schmerzen beim Gehen, Stehen und in engen Schuhen auf. In der Orthopädischen Praxis Beckum können sie meist konservativ – mit Einlagen, geeignetem Schuhwerk und gezielter Infiltration – behandelt werden; eine Operation ist nur selten nötig.

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Metatarsalgie (Spreizfußschmerz)

Beim Spreizfuß ist das Quergewölbe des Vorfußes abgeflacht – die Mittelfußköpfchen werden beim Gehen ungleichmäßig belastet. Schmerzen und Druckstellen unter dem 2., 3. und 4. Metatarsalköpfchen sind typisch. Verstärkt durch langes Stehen, High Heels und Übergewicht. Häufig gemeinsam mit Hallux valgus und Hammerzehen.

Morton-Neurom

Das Morton-Neurom (besser: Morton-Interdigitalneurom) ist eine narbige Verdickung des plantaren Nervenastes zwischen 3. und 4. Metatarsalknochen durch chronische Kompression. Charakteristisch sind brennende, elektrisierende Schmerzen und Taubheit in den Zehen 3 und 4 – verstärkt in engen Schuhen, gebessert beim Barfußgehen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Metatarsalgie oder Morton-Neurom? – warum die Abgrenzung zählt

Beide verursachen Vorfußschmerzen, unterscheiden sich aber im Mechanismus: Die Metatarsalgie ist mechanisch (Druck direkt unter den Mittelfußköpfchen), das Morton-Neurom ist neurogen (brennend/elektrisierend zwischen den Zehen). Das ist wichtig, weil sich die Einlagenversorgung unterscheidet: Bei der Metatarsalgie entlastet eine retrokapitale Pelotte die Köpfchen; beim Morton-Neurom stehen weite Schuhe und ein gezielt platziertes Pad im Vordergrund, da aufbauende Einlagen den Schuh enger machen und die Beschwerden verstärken können.

Ursachen des Vorfußschmerzes

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Mechanisch / Spreizfuß

  • Spreizfuß, Hallux valgus, Hammerzehen
  • Enge Schuhe, hohe Absätze
  • Langes Stehen, Übergewicht

Nervenkompression (Morton)

  • Chronische Reizung des Interdigitalnervs
  • Meist 3./4. Zehenzwischenraum
  • Frauen deutlich häufiger betroffen
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Systemische Ursachen

  • Rheumatoide Arthritis, Gicht
  • Diabetes / Polyneuropathie
  • Ermüdungsbruch (Stressfraktur)

Symptome

Metatarsalgie

  • Druckschmerz unter dem 2.–4. Mittelfußköpfchen
  • Gefühl, „auf einem Kieselstein" zu gehen
  • Hornhautschwielen an der Fußsohle
  • Belastungsabhängig – schlimmer beim Gehen/Stehen

Morton-Neurom

  • Brennende, elektrisierende Schmerzen zwischen den Zehen
  • Taubheit in den Zehen 3 und 4
  • Verschlechterung in engen Schuhen
  • Besserung beim Barfußgehen und Schuheausziehen
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Wann sollten Sie zeitnah zum Arzt?

Eine baldige Vorstellung ist ratsam bei:

  • Plötzlichem, lokal umschriebenem Knochenschmerz nach Belastung (Verdacht Ermüdungsbruch)
  • Rötung, Überwärmung oder Schwellung (Infekt oder Gichtanfall)
  • Offener Druckstelle oder Wunde am Vorfuß – besonders bei Diabetes
  • Rasch zunehmender Taubheit oder Kraftverlust

Im Notfall: Notruf 112 oder direkt zur Notfall-Information. Bei weniger bedrohlichen Beschwerden: Online-Termin buchen.

Diagnostik in unserer Praxis

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Klinische Untersuchung & Mulder-Klick

Gezielte Drucktestung unter den Mittelfußköpfchen und in den Zehenzwischenräumen sowie Sensibilitätsprüfung. Der Mulder-Klick (seitliche Kompression des Vorfußes) löst beim Morton-Neurom den typischen Schmerz aus.

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Ultraschall

Stellt ein Morton-Neurom als echoarme Raumforderung zwischen den Metatarsalköpfchen dar und dient zugleich als Führung für eine gezielte Infiltration.

Mehr zur Ultraschalldiagnostik →

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Fußdruckmessung

Zeigt die Druckspitzen unter den Mittelfußköpfchen – Grundlage für passgenaue Einlagen mit Pelotte.

Mehr zur Fußdruckmessung →

Behandlung von Metatarsalgie & Morton-Neurom

Einlagen und passendes Schuhwerk, die ultraschallgesteuerte Infiltration und die Stoßwellentherapie bilden das konservative Behandlungskonzept.

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Wann ist eine Operation nötig?

Erst nach Ausschöpfen der konservativen Maßnahmen. Etwa ein Drittel der Morton-Neurome spricht nicht ausreichend auf Schuhwerk, Einlagen und Infiltration an – dann kann eine operative Entfernung des Neuroms (Neurektomie) sinnvoll sein, bei mechanischer Metatarsalgie ggf. eine Korrektur der auslösenden Fehlstellung. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen und in Kooperation mit spezialisierten Fußchirurgen.

Eigentherapie bei Vorfußschmerzen

Vieles lässt sich selbst beeinflussen. Am wichtigsten ist geeignetes Schuhwerk: weite Schuhe mit breiter, hoher Zehenbox und flachem Absatz nehmen den Druck vom Vorfuß. Ergänzend hilft regelmäßige Fußgymnastik und Dehnung (Zehen spreizen, Fußgewölbe aktiv anheben, Wade und Fußsohle dehnen), um die Fußmuskulatur zu kräftigen und die Beweglichkeit zu erhalten – Anleitungen finden Sie in unserer Zehengymnastik und den Fußübungen für Erwachsene. Bei Übergewicht entlastet schon eine moderate Gewichtsreduktion die Mittelfußköpfchen spürbar.

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Schuhwerk & Alltag

Weite, flache Schuhe mit breiter Zehenbox; enge Schuhe und hohe Absätze meiden. Bei Übergewicht entlastet eine Gewichtsreduktion den Vorfuß zusätzlich.

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Fußgymnastik & Dehnung

Zehen spreizen, greifen und kräftigen entlastet das Quergewölbe und den Vorfuß – das komplette Zehengymnastik-Programm mit Anleitung zum Ausdrucken.

Zu den Zehen-Übungen →

Häufige Fragen zu Metatarsalgie & Morton-Neurom

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Was ist der Unterschied zwischen Metatarsalgie und Morton-Neurom?
Die Metatarsalgie ist ein Oberbegriff für Schmerzen unter den Mittelfußköpfchen (Metatarsalköpfchen) – verursacht durch Überlastung, Spreizfuß oder Fehlstellungen. Das Morton-Neurom ist eine Sonderform: eine Verdickung (Pseudoneurom) des Interdigitalnervs zwischen dem 3. und 4. Zeh (seltener 2./3. Zeh). Es verursacht charakteristisch brennende, elektrisierende Schmerzen und Taubheit in den betroffenen Zehen.
Wie erkenne ich ein Morton-Neurom?
Typisch sind: brennende oder elektrisierende Schmerzen im Vorfuß zwischen 3. und 4. Zehe, Taubheitsgefühl in den Zehen, Verschlechterung in engen Schuhen und beim Zehenstand, Besserung beim Barfußgehen und Ausziehen der Schuhe. Der Mulder-Klick-Test (Kompression des Vorfußes mit gleichzeitigem Druck zwischen den Metatarsalköpfchen) löst den typischen Schmerz aus.
Hilft eine Einlage bei Metatarsalgie?
Ja – eine individuelle Einlage mit retrokapitaler Abstützung (Pelotte hinter den Mittelfußköpfchen) kann die Druckbelastung auf die Metatarsalköpfchen deutlich reduzieren. Sie ist oft der erste und wirksamste Schritt. Auf Basis der Fußdruckmessung fertigen wir Einlagen, die genau auf Ihre Druckverteilung abgestimmt sind.
Was hilft beim Morton-Neurom außer Operation?
Konservative Optionen beim Morton-Neurom: weite Schuhe (breite Zehenbox), Einlagen mit Metatarsalpelotte, gezielte Kortison-Infiltration in den betroffenen Interdigitalraum (oft sehr wirksam), Stoßwellentherapie. Die Erfolgsrate konservativer Therapie ist gut – eine Operation (Neurektomie) wird erst nach Ausschöpfen konservativer Optionen empfohlen.
Kann Metatarsalgie durch Übergewicht entstehen?
Ja – Übergewicht erhöht den Druck auf die Metatarsalköpfchen erheblich und ist ein relevanter Risikofaktor für Metatarsalgie und Spreizfuß. Gewichtsreduktion kann Beschwerden deutlich lindern. Ergänzend helfen Einlagen und geeignetes Schuhwerk.
Muss ein Morton-Neurom operiert werden?
In der Regel nicht als erster Schritt. Zunächst werden konservative Maßnahmen ausgeschöpft: weite Schuhe mit breiter Zehenbox, Einlagen mit Metatarsalpelotte und – oft sehr wirksam – eine ultraschallgesteuerte Infiltration. Etwa ein Drittel der Betroffenen spricht nicht ausreichend darauf an; dann kann eine operative Entfernung des Neuroms (Neurektomie) sinnvoll sein. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen und in Kooperation mit spezialisierten Fußchirurgen.
Wann sollten Sie bei Vorfußschmerzen zum Arzt?
Bei wiederkehrenden Schmerzen unter den Mittelfußköpfchen beim Gehen oder Stehen, einem Brennen oder Kribbeln zwischen den Zehen (Verdacht auf Morton-Neurom) oder zunehmender Belastungsabhängigkeit sollte eine orthopädische Abklärung erfolgen. In der Orthopädischen Praxis Beckum klären wir per Untersuchung und Ultraschall die Diagnose und planen die Behandlung.

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Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

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