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Fersensporn & Plantarfasziitis

Der stechende Fersenschmerz beim ersten Auftreten morgens ist das Leitsymptom der Plantarfasziitis – der häufigsten Ursache des Fersensporns. In den meisten Fällen ist eine konservative Behandlung sehr wirksam.

Plantarfasziitis – Ursachen & Symptome

Was ist die Plantarfasziitis?

Die Plantarfaszie ist ein breiter Bindegewebsstrang, der von der Ferse bis zu den Zehengrundgelenken verläuft und das Fußlängsgewölbe stützt. Bei chronischer Überlastung entstehen Mikrorisse am Fersenbeinansatz, die zu einer Entzündungsreaktion führen. Die Folge: der typische, stechende Anlaufschmerz morgens beim ersten Schritt. Nach einigen Schritten lässt der Schmerz häufig nach – um nach langen Gehstrecken oder langem Stehen erneut aufzutreten.

Ursachen & Risikofaktoren

Häufige Ursachen sind Übergewicht, langes Stehen oder Gehen auf hartem Untergrund, ungeeignetes Schuhwerk (zu wenig Dämpfung, flache Sohlen), plötzliche Steigerung sportlicher Belastung (Läufer) und ein verkürzter Wadenmuskel, der die Zugspannung auf die Plantarfaszie erhöht. Auch ein Knick-Senk-Fuß oder ein Hohlfuß können begünstigend wirken. Ein dorsaler Fersensporn (an der Achillessehne) hat andere Ursachen und Behandlung.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt klinisch: gezielter Druckschmerz am Plantarfaszienansatz (medialer Fersenbeinhöcker), Schmerzprovokation bei Dorsalflexion der Zehen. Das digitale Röntgen zeigt den Fersensporn (knöcherner Ausläufer) und schließt andere Ursachen (Stressfraktur, Arthrose) aus. Eine Fußdruckmessung liefert die Grundlage für eine präzise Einlagenversorgung.

Häufige Fragen zu Fersensporn & Plantarfasziitis

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Was ist der Unterschied zwischen Fersensporn und Plantarfasziitis?
Die Plantarfasziitis ist die eigentliche Erkrankung – eine Entzündung der Plantarfaszie am Fersenbeinansatz durch chronische Überlastung. Der Fersensporn ist ein knöcherner Ausläufer, der sich durch die chronische Zugbelastung bilden kann. Viele Menschen haben einen Fersensporn ohne Schmerzen; umgekehrt kann eine schmerzhafte Plantarfasziitis auch ohne nachweisbaren Sporn vorliegen. Behandelt wird die Entzündung – nicht der Knochen.
Ist Stoßwellentherapie bei Fersensporn wirklich wirksam?
Die fokussierte und radiale extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine der am besten belegten konservativen Behandlungen bei plantarer Fasziitis. Mehrere randomisierte Studien zeigen eine signifikante Schmerzreduktion bei einem Großteil der Patienten. Die Behandlung ist nicht-invasiv, ambulant und ohne Narkose durchführbar. Wir beraten Sie gerne über das für Sie geeignete Verfahren.
Wie lange dauert die Heilung bei Plantarfasziitis?
Mit konsequenter Eigentherapie (tägliche Dehnübungen, geeignetes Schuhwerk, Einlagen) klingen die Beschwerden in vielen Fällen innerhalb von drei bis sechs Monaten deutlich ab. Stoßwellentherapie kann den Heilungsprozess in der Regel beschleunigen. Chronische Verläufe über mehr als sechs Monate sprechen gut auf eine gezielte Stoßwellenbehandlung an.
Muss ein Fersensporn operiert werden?
In den allermeisten Fällen nein – über 90 % der Patienten profitieren von konservativer Behandlung. Eine operative Lösung der Plantarfaszie ist eine Ausnahme und wird erst nach Ausschöpfen aller konservativen Optionen und nach mehr als 12 Monaten therapieresistenter Beschwerden erwogen.
Welche Schuhe helfen bei Fersensporn?
Schuhe mit guter Dämpfung und leichter Fersenerhöhung entlasten die Plantarfaszie in der Akutphase. Barfußlaufen auf hartem Untergrund sollte vermieden werden. Individuell angepasste Einlagen auf Basis einer Fußdruckmessung können die Zugbelastung gezielt reduzieren. Wir versorgen Sie in der Praxis mit passenden Einlagen.

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