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Hammerzehe & Krallenzehe – Zehenfehlstellungen

Hammerzehe, Krallenzehe und Mallet-Zehe sind häufige Zehenfehlstellungen, die durch Druckschmerz, Hornhautbildung und Schuhprobleme auffallen. Konservative Maßnahmen stehen zunächst im Vordergrund – operative Korrektur bei relevanter Fehlstellung.

Hammerzehe, Krallenzehe & Mallet-Zehe – was steckt dahinter?

Hammerzehe (Digitus malleus)

Das mittlere Zehengelenk (PIP-Gelenk) ist gebeugt – die Zehe nimmt eine hammerförmige Stellung ein. Über dem Gelenk bildet sich durch Schuhreibung häufig eine schmerzhafte Hornhautschwiele (Klavus, „Hühnerauge"). Am häufigsten betroffen: 2. Zehe, oft im Zusammenhang mit Hallux valgus.

Krallenzehe

Zusätzlich zur Beugung im mittleren Zehengelenk ist das Grundgelenk (MTP) überstreckt – die Zehe ähnelt einer Klaue. Die Zehenspitze scheuert auf dem Schuh- oder Bodenmaterial, es entstehen Druckstellen an der Zehenspitze und über dem Mittelgelenk. Häufig bei Spreizfuß und fortgeschrittenem Hallux valgus.

Diagnose & Schweregrade

Klinische Inspektion: flexibler (korrigierbarer) vs. rigider (fixierter) Befund. Das digitale Röntgen im Stehen zeigt Gelenkveränderungen und knöcherne Fehlstellungen. Die Schweregraduierung entscheidet über konservative vs. operative Therapie. Eine begleitende Fußdruckmessung optimiert die Einlagenversorgung.

Häufige Fragen zu Hammerzehe & Krallenzehe

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Was ist der Unterschied zwischen Hammerzehe, Krallenzehe und Mallet-Zehe?
Alle drei sind Zehenfehlstellungen, unterscheiden sich jedoch im betroffenen Gelenk: Die Hammerzehe zeigt eine Beugekontraktur im mittleren Zehengelenk (PIP) bei gestrecktem oder überstrecktem Grundgelenk. Die Krallenzehe hat zusätzlich eine Hyperextension im Grundgelenk – die Zehe sieht aus wie eine Kralle. Die Mallet-Zehe betrifft das Endgelenk (DIP), das gebeugt bleibt. Im Alltag werden diese Begriffe oft vermischt – in der Praxis ist die genaue Diagnose für die Behandlungsplanung wichtig.
Was verursacht eine Hammerzehe?
Hauptursachen sind: langjähriges Tragen zu enger oder zu kurzer Schuhe, ein bestehender Hallux valgus (die Großzehe verdrängt die 2. Zehe), Spreizfuß, Muskeldysbalancen und – seltener – neurologische Erkrankungen oder rheumatoide Arthritis. Eine genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle.
Kann eine Hammerzehe ohne Operation behandelt werden?
Im flexiblen Stadium (die Fehlstellung lässt sich noch manuell korrigieren) sind konservative Maßnahmen oft gut wirksam: Zehenorthesen (Silikon-Pelotten, Korrekturschienen), Einlagen zur Druckentlastung, geeignetes Schuhwerk mit breiter Zehenbox. Ist die Fehlstellung fixiert (rigid – keine manuelle Korrektur möglich), ist eine operative Korrektur in der Regel die einzige dauerhafte Lösung.
Wie läuft eine Hammerzehen-Operation ab?
Die operative Korrektur erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung oder kurzer Narkose. Je nach Befund werden Sehnenverlängerung, Gelenkkapsel-Release oder knöcherne Korrektur (Arthroplastik, Arthrodese) durchgeführt. Nach der Operation ist für einige Wochen ein Verbandschuh erforderlich. Wir beraten Sie ausführlich zu den für Sie geeigneten Verfahren.
Kann eine Hammerzehe Knieschmerzen verursachen?
Indirekt ja – Zehenfehlstellungen können die Fußabrollbewegung verändern und so Folgebelastungen auf Knie, Hüfte und LWS begünstigen. Eine individuelle Einlagenversorgung kann hier ausgleichend wirken.

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