Termin buchen Anfrage stellen Anrufen
Termin buchen Anrufen

Polyneuropathie

Kribbeln, Taubheit, Brennen oder Schmerzen – meist an Füßen und Beinen? Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven geschädigt. Die Ursachen sind vielfältig und gehören abgeklärt. Wir grenzen orthopädische Nervenengpässe ab und lindern Beschwerden – besonders mit der Hochtontherapie.

Was ist eine Polyneuropathie?

Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven geschädigt – meist beginnen die Beschwerden längenabhängig an den Füßen und Beinen (strumpfförmig) mit Kribbeln, Taubheit, Brennen oder Schmerz. Auch die Kraft kann nachlassen. Die Ursachen sind vielfältig und gehören ärztlich abgeklärt, weil einige davon gut behandelbar sind.

Unsere Rolle: Differentialdiagnostik & Hochtontherapie

Für uns ist die Polyneuropathie vor allem eine Differentialdiagnose: Wir grenzen sie von orthopädischen Nervenursachen ab (z. B. Spinalkanalstenose, Nervenwurzel- oder Engpasssyndrome). Die Abklärung und Behandlung der eigentlichen Ursache liegt bei Neurologie und Innerer Medizin – dorthin verweisen wir gezielt. Unser therapeutischer Beitrag zur Linderung der Beschwerden ist die Hochtontherapie.

Ursachen

Viele Ursachen sind möglich – die Abklärung lohnt sich, weil einige gut behandelbar sind.

🩸

Diabetes mellitus

Die häufigste Ursache: Dauerhaft hohe Blutzuckerwerte schädigen die peripheren Nerven (diabetische Polyneuropathie).

🧪

Weitere häufige Ursachen

  • Alkohol
  • Vitamin-B12-Mangel
  • Medikamente (z. B. Chemotherapie)
  • Schilddrüsenerkrankungen
🧬

Seltenere Ursachen

Autoimmun bedingte oder erbliche Formen; in einem Teil der Fälle bleibt die Ursache trotz Abklärung unklar (idiopathisch).

Symptome

Gefühlsstörungen (sensibel)

  • Kribbeln und Ameisenlaufen
  • Taubheit und vermindertes Gefühl
  • Brennen und Nervenschmerzen
  • Unsicheres Gefühl beim Gehen (wie „auf Watte")

Kraft & Bewegung (motorisch)

  • Muskelschwäche, vor allem an den Füßen
  • Gangunsicherheit und erhöhte Sturzneigung
  • Muskelkrämpfe
🚨

Wann sollten Sie sofort zum Arzt?

Umgehende Abklärung ist wichtig bei:

  • Rasch fortschreitender Schwäche oder Lähmung
  • Plötzlichem Beginn innerhalb von Tagen
  • Blasen- oder Mastdarmstörung zusammen mit Gangunsicherheit (mögliche Ursache im Rückenmark)
  • Nicht heilenden Fußwunden bei bestehender Taubheit

Im Notfall: Notruf 112 oder direkt zur Notfall-Information. Ansonsten zeitnah: Online-Termin buchen.

Diagnostik in unserer Praxis

🩺

Anamnese & Basisuntersuchung

Wir erfassen die Beschwerden und prüfen Reflexe, Sensibilität und Kraft. Das strumpfförmige, seitengleiche Muster ist ein typischer Hinweis auf eine Polyneuropathie.

🔎

Abgrenzung orthopädischer Ursachen

Unser Schwerpunkt: Wir unterscheiden die Polyneuropathie von orthopädischen Nervenursachen wie einer Spinalkanalstenose, einer Nervenwurzelreizung oder Engpasssyndromen – diese werden ganz anders behandelt.

➡️

Weiterführende Abklärung

Für die Ursachensuche (z. B. Nervenleitgeschwindigkeit, Labor) und die ursächliche Behandlung verweisen wir gezielt an Neurologie und Innere Medizin.

Behandlung

Zwei Wege greifen ineinander: die Ursache abklären und behandeln lassen – und die Beschwerden lindern.

🎯

Ursache abklären & behandeln

Der wichtigste Schritt: die zugrunde liegende Ursache finden und behandeln – etwa eine gute Blutzuckereinstellung bei Diabetes. Diese Abklärung und Behandlung erfolgt über Neurologie, Innere Medizin bzw. Diabetologie, wohin wir gezielt verweisen.

Über Neurologie / Innere Medizin
〰️

Hochtontherapie zur Linderung

Bei schmerzhafter Polyneuropathie – am besten belegt bei diabetischer Form – kann die Hochtontherapie Missempfindungen und Schmerzen lindern und war in Studien der TENS überlegen. Sie ist unser therapeutischer Beitrag zur Symptomlinderung.

Zur Hochtontherapie →
⚕️

Die Ursache abzuklären lohnt sich

Hinter einer Polyneuropathie stehen unterschiedliche Ursachen – und einige davon sind gut behandelbar (etwa ein Vitamin-B12-Mangel oder eine Schilddrüsenerkrankung). Deshalb ist die ärztliche Ursachensuche wichtig, auch wenn die Beschwerden zunächst mild erscheinen. Wir unterstützen bei der Einordnung und leiten die weitere Abklärung ein.

Im Alltag selbst tun

Neben der ärztlichen Behandlung können Sie selbst viel für Ihre Nerven und Ihre Sicherheit tun: regelmäßige Bewegung hält Muskeln und Balance aktiv, eine tägliche Fußkontrolle schützt bei Taubheit vor unbemerkten Wunden, und einfache Maßnahmen zur Sturzprophylaxe (gutes Schuhwerk, Stolperfallen entfernen) beugen Verletzungen vor. Bei diabetischer Ursache ist eine gute Blutzuckereinstellung die wichtigste Maßnahme; Alkohol sollte gemieden werden.

🚶

Bewegung & Sturzprophylaxe

Regelmäßige, moderate Bewegung und Balanceübungen erhalten Kraft und Gangsicherheit. Gutes Schuhwerk und ein stolperfreies Zuhause senken das Sturzrisiko.

🔍

Fußschutz bei Taubheit

Kontrollieren Sie die Füße täglich auf Druckstellen und Wunden – bei vermindertem Gefühl werden Verletzungen sonst leicht übersehen.

Häufige Fragen zur Polyneuropathie

Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung

Was ist eine Polyneuropathie?
Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven geschädigt. Typischerweise beginnen die Beschwerden längenabhängig an den Füßen und Beinen (strumpfförmig) und können sich nach oben ausbreiten. Betroffen sein können das Gefühl (Kribbeln, Taubheit, Brennen, Schmerz) und die Kraft (Schwäche, Gangunsicherheit).
Welche Rolle hat die orthopädische Praxis dabei?
Für uns ist die Polyneuropathie vor allem eine Differentialdiagnose: Wir grenzen sie von orthopädischen Nervenursachen ab (z. B. Spinalkanalstenose, Nervenwurzel- oder Engpasssyndrome). Die Abklärung und Behandlung der eigentlichen Ursache liegt bei Neurologie und Innerer Medizin. Unser therapeutischer Beitrag zur Linderung der Beschwerden ist die Hochtontherapie.
Was sind die häufigsten Ursachen?
Die häufigste Ursache ist Diabetes mellitus. Weitere Ursachen sind Alkohol, ein Vitamin-B12-Mangel, bestimmte Medikamente (z. B. Chemotherapie) und Schilddrüsenerkrankungen; seltener liegen autoimmune oder erbliche Ursachen vor, manchmal bleibt die Ursache unklar. Die Abklärung lohnt sich, weil manche Ursachen gut behandelbar sind.
Hilft die Hochtontherapie bei Polyneuropathie?
Bei schmerzhafter Polyneuropathie – am besten belegt bei diabetischer Form – kann die Hochtontherapie Missempfindungen und Schmerzen lindern und war in Studien der klassischen TENS-Behandlung überlegen. Sie behandelt die Beschwerden, nicht deren Ursache. Mehr dazu auf unserer Seite Hochtontherapie.
Was hilft gegen die Nervenschmerzen?
Der wichtigste Schritt ist, die Ursache abzuklären und zu behandeln (z. B. Blutzucker einstellen). Zur Linderung der Beschwerden setzen wir die Hochtontherapie ein. Zusätzlich gibt es Medikamente gegen neuropathische Schmerzen, die über Haus- oder Nervenarzt verordnet werden; ihre Wirkung ist individuell unterschiedlich und oft nur moderat.
Wann sollte ich sofort zum Arzt?
Umgehend bei rasch fortschreitender Schwäche oder Lähmung, plötzlichem Beginn innerhalb von Tagen, Blasen- oder Mastdarmstörung zusammen mit Gangunsicherheit (mögliche Ursache im Rückenmark) sowie bei nicht heilenden Fußwunden bei bestehender Taubheit. Im Zweifel lieber einmal zu früh vorstellen.

Wir sind für Sie da – sprechen Sie uns an!

Ob Terminbuchung, Rückfragen zu Behandlungen oder eine erste Einschätzung – wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Wählen Sie den Weg, der für Sie am besten passt.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Ihre Erfahrung hilft anderen Patienten bei der Entscheidung. Teilen Sie Ihre Meinung auf Google!

Bewertung schreiben ↗