Hochtontherapie (HiToP) in Beckum
Hochfrequente Reizstromtherapie bei Nerven- und Muskelbeschwerden – besonders bei schmerzhafter Polyneuropathie. In unserer Praxis mit den Geräten HiTop 4 touch Pro und HiTop 142.
Was ist die Hochtontherapie (HiToP)?
Die Hochtontherapie ist eine hochfrequente Reizstromtherapie, bei der Frequenz und Intensität des Stroms gleichzeitig variieren – dadurch werden auch tiefer liegende Nerven- und Muskelstrukturen erreicht, um Beschwerden bei Polyneuropathie sowie Nerven- und Muskelschmerzen lindern zu können.
Die Behandlung ist nicht-invasiv und in der Regel schmerzfrei – spürbar ist meist nur ein leichtes Kribbeln. In unserer Praxis in Beckum setzen wir dafür die Geräte HiTop 4 touch Pro und HiTop 142 ein.
Hochfrequente Ströme
Anders als bei der klassischen TENS arbeitet die Hochtontherapie mit hohen Frequenzen und gleichzeitig wechselnder Intensität – für eine tiefer reichende Gewebereizung.
Tiefenwirksam
Die Ströme können auch tiefer liegende Nerven und Muskeln erreichen. Behandelt werden meist die betroffenen Extremitäten, zum Beispiel Füße und Unterschenkel oder Hände.
Nicht-invasiv & verträglich
Kein Hautschnitt, keine Injektion. Über aufgelegte Elektroden wird der Strom sanft eingebracht – die Anwendung ist in der Regel gut verträglich.
Wie wirkt die Hochtontherapie?
Die hochfrequenten Ströme wirken auf mehreren Ebenen auf Nerven, Muskeln und Gewebe.
Nervenreizung & Schmerzlinderung
Die Stimulation kann die Funktion gereizter oder geschädigter Nerven beeinflussen und so neuropathische Beschwerden wie Kribbeln, Brennen oder Taubheit lindern.
Durchblutung & Stoffwechsel
Die hochfrequente Reizung kann die lokale Durchblutung und den Zellstoffwechsel anregen und so die Versorgung des Gewebes unterstützen.
Muskelaktivierung
Über die Reizung der Muskulatur kann die Hochtontherapie zur Aktivierung und zum Kraftaufbau beitragen – etwa in der Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen.
Zelluläre Ebene
Auf zellulärer Ebene werden Effekte auf den Stoffwechsel beschrieben, die zur Regeneration von Nerven- und Muskelgewebe beitragen können.
Was sagt die Wissenschaft?
Am besten belegt ist die Hochtontherapie bei schmerzhafter Polyneuropathie – etwa bei Diabetes oder als Folge einer Chemotherapie: Studien zeigen, dass sie neuropathische Beschwerden lindern kann und dabei der klassischen TENS-Behandlung überlegen war. Auch für den Muskelaufbau in der Rehabilitation (zum Beispiel nach einer Kreuzband-Operation) gibt es positive Studien. Bei muskulären Schmerzen und zur Durchblutungsförderung setzen wir sie ergänzend ein. Die Effektstärke ist individuell unterschiedlich; ob die Hochtontherapie für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam.
Anwendungsgebiete der Hochtontherapie
Die Hochtontherapie wird bei Nerven- und Muskelbeschwerden eingesetzt – am besten untersucht ist sie bei der Polyneuropathie.
Polyneuropathie
Bei schmerzhafter Polyneuropathie – etwa infolge von Diabetes oder einer Chemotherapie – ist die Hochtontherapie am besten belegt und kann Missempfindungen und Schmerzen lindern.
Neuropathische Nervenschmerzen
Bei Nervenschmerzen mit Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühl in Füßen, Unterschenkeln oder Händen kann die Behandlung die Beschwerden lindern.
Muskelaufbau & Rehabilitation
Zur Aktivierung und zum Kraftaufbau der Muskulatur in der Rehabilitation – zum Beispiel nach Verletzungen oder Operationen wie einer Kreuzband-Rekonstruktion.
Muskuläre Beschwerden
Ergänzend bei chronischen muskulären Schmerzen und Verspannungen sowie zur Anregung der lokalen Durchblutung.
Ablauf einer Hochtontherapie
Ärztliche Untersuchung
Wir erheben Ihren Befund und klären, ob die Hochtontherapie für Sie geeignet ist. Kontraindikationen wie ein Herzschrittmacher werden sorgfältig ausgeschlossen.
Elektroden & Einstellung
Über aufgelegte Elektroden wird das Behandlungsgebiet versorgt. Frequenz und Intensität stellen wir individuell und angenehm ein.
Anwendung
Eine Sitzung dauert je nach Behandlungsplan etwa 30 bis 60 Minuten. Während der Anwendung können Sie entspannt liegen oder sitzen.
Behandlungsserie
In der Regel empfehlen wir eine Serie von etwa 10 Behandlungen. Den Verlauf passen wir an Ihr Ansprechen an.
Kurzübersicht
- Dauer pro Sitzung: ca. 30–60 Minuten
- Behandlungsserie: in der Regel etwa 10 Sitzungen (individuell)
- Nebenwirkungen: gering; gelegentlich leichte Hautrötung im Elektrodenbereich
- Kontraindikationen: Herzschrittmacher/ICD, aktive elektronische Implantate, Schwangerschaft, Epilepsie, akute Thrombose, Tumor im Behandlungsgebiet
Kosten & Kostenübernahme
Gesetzliche Krankenkassen (GKV)
Die Hochtontherapie bieten wir als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an. Sie wird privat abgerechnet – eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist für dieses Verfahren nicht vorgesehen.
Vor Behandlungsbeginn informieren wir Sie transparent über die anfallenden Kosten.
Private Krankenkassen (PKV)
Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten physikalische Therapieverfahren wie die Hochtontherapie in der Regel. Bitte erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Versicherung.
Unser Tipp: Holen Sie sich vor Behandlungsbeginn eine schriftliche Kostenzusage ein. Wir stellen Ihnen gerne einen Kostenplan zur Vorlage bei Ihrem Versicherungsträger aus.
Häufige Fragen zur Hochtontherapie
Die wichtigsten Antworten für Patienten in Beckum und Umgebung
Was ist die Hochtontherapie?
Ist die Hochtontherapie sinnvoll und wirksam?
Tut die Hochtontherapie weh?
Was ist der Unterschied zur klassischen TENS-Behandlung?
Wie viele Behandlungen sind nötig?
Welche Nebenwirkungen gibt es, und wann ist die Behandlung nicht geeignet?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Für welche Region bieten Sie die Hochtontherapie an?
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