Angeborene Fußfehlstellung bei Neugeborenen – Ursachen, Diagnostik und moderne Behandlung mit der Ponseti-Methode
Der kongenitale Klumpfuß (medizinisch: Talipes equinovarus congenitus) ist eine angeborene Fehlstellung des Fußes und die häufigste schwerwiegende angeborene Fehlbildung des Bewegungsapparates. Etwa 1 bis 2 von 1.000 Neugeborenen kommen mit einem Klumpfuß zur Welt – das entspricht in Deutschland jährlich rund 900 bis 1.500 betroffenen Kindern. Jungen sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen wie Mädchen, und bei etwa einem Drittel bis zur Hälfte der Fälle sind beide Füße betroffen.
Bei einem Klumpfuß weist der Fuß mehrere charakteristische Fehlstellungen auf: Das Fußgewölbe ist überhöht (Hohlfuß), der Vorfuß nach innen gedreht, die Ferse nach innen gekippt und der Rückfuß zeigt nach unten (Spitzfuß). Die Fehlstellung ist steif und lässt sich nicht durch sanftes Bewegen korrigieren – hierdurch unterscheidet sich der echte Klumpfuß von harmlosen Lageanomalien, die sich häufig von selbst zurückbilden.
🏥 Als Ihre Kinderorthopädie im Herzen von Westfalen beraten wir Familien aus Beckum, Ahlen, Oelde, Warendorf, Hamm, Soest und dem gesamten Münsterland ausführlich zur Klumpfuß-Diagnostik und begleiten Sie auf dem Weg zur bestmöglichen Behandlung Ihres Kindes.
Unsere Kinderorthopäden Dr. med. Jan Niklas Bröking und Dr. med. Britta Bröking waren als Dozenten bei ärztlichen Fortbildungen zur Ponseti-Therapie bei kongenitalem Klumpfuß tätig. Durch diese fundierte Expertise beraten wir Sie kompetent zur Diagnostik, zum Behandlungsverlauf und zur Nachsorge und vermitteln Sie gezielt an spezialisierte kinderorthopädische Zentren in der Region für die Durchführung der Ponseti-Therapie.
Wie entsteht ein Klumpfuß?
Die genaue Ursache des Klumpfußes ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht von einem multifaktoriellen Geschehen aus, bei dem sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren zusammenspielen. Eine familiäre Häufung ist möglich – verschiedene beteiligte Gene wurden bereits identifiziert, und bei betroffenen Familienmitgliedern besteht ein leicht erhöhtes Risiko.
Wissenschaftliche Studien haben verschiedene Risikofaktoren identifiziert, die mit einem erhöhten Auftreten eines Klumpfußes in Verbindung stehen.
Wichtig für Eltern: Der Klumpfuß entsteht nicht durch eine Enge in der Gebärmutter im letzten Schwangerschaftsdrittel und ist keine Folge von Fehlverhalten der Eltern. Die Fehlstellung bildet sich bereits in der frühen Schwangerschaft aus.
Von der vorgeburtlichen Erkennung bis zur gesicherten Diagnose
Der Klumpfuß kann bereits während der Schwangerschaft im Ultraschall erkannt werden.
Die endgültige Diagnose erfolgt durch gründliche körperliche Untersuchung des Neugeborenen.
Bei vorgeburtlicher Diagnose eines Klumpfußes empfehlen wir, bereits vor der Geburt Kontakt zu einem spezialisierten kinderorthopädischen Zentrum aufzunehmen. In unserer Praxis in Beckum beraten wir Sie ausführlich und helfen Ihnen, den richtigen Behandler in der Region zu finden – ob aus Ahlen, Oelde, Warendorf, Hamm oder dem weiteren Münsterland.
Wissenschaftlich fundierte Therapie in drei Phasen
Die Ponseti-Methode ist heute weltweit der anerkannte Goldstandard zur Behandlung des kongenitalen Klumpfußes. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Langzeituntersuchungen belegen die deutliche Überlegenheit dieser Methode gegenüber früheren operativen Vorgehensweisen. Seit Einführung der Ponseti-Methode ist die Rate umfangreicher Operationen von ehemals rund 70 % auf unter 10 % gesunken. Die Behandlung sollte idealerweise in den ersten 1 bis 3 Lebenswochen beginnen.
Wöchentliche sanfte Manipulation des Fußes durch einen speziell geschulten Behandler. Nach jeder Sitzung wird ein Gips vom Fuß bis über das Knie angelegt. In der Regel werden 5 bis 8 Gipse über einen Zeitraum von 5 bis 8 Wochen benötigt, um die Fehlstellungen schrittweise zu korrigieren.
Bei den meisten Kindern wird nach der Gipsphase eine kleine perkutane Durchtrennung der Achillessehne durchgeführt, um den verbleibenden Spitzfuß zu korrigieren. Der Eingriff erfolgt häufig ambulant unter örtlicher Betäubung. Anschließend wird für 3 Wochen ein letzter Gips angelegt, in dem die Sehne in der richtigen Länge zusammenwächst.
Die wichtigste Phase für den langfristigen Erfolg: Unmittelbar nach dem letzten Gips wird eine Fußabduktionsschiene (Denis-Browne-Schiene) angepasst. In den ersten 3 Monaten wird sie 23 Stunden täglich getragen, danach nachts und beim Mittagsschlaf bis ca. zum 5. Geburtstag. Die konsequente Anwendung ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Der wichtigste Faktor für den langfristigen Erfolg
Sehr gute Aussichten für Ihr Kind
Die Langzeitergebnisse der Ponseti-Methode sind wissenschaftlich sehr gut belegt. Langzeitstudien über 10 bis 30 Jahre zeigen, dass die große Mehrheit der behandelten Kinder einen schmerzfreien, belastbaren und funktionellen Fuß entwickelt. Die Kinder können Sport treiben, normale Schuhe tragen und haben eine ausgezeichnete Lebensqualität. Im direkten Vergleich zeigt die Ponseti-Methode in wissenschaftlichen Untersuchungen deutlich bessere Ergebnisse als operative Verfahren – sowohl hinsichtlich Beweglichkeit und Funktion als auch bei der Lebensqualität. Umfangreiche Operationen sind dank der Ponseti-Methode heute nur noch selten notwendig.
Kostenübernahme: Die Behandlung des Klumpfußes mit der Ponseti-Methode wird in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen – einschließlich der notwendigen Schienen und Orthesen.
Ihr Ansprechpartner im Herzen von Westfalen
Die Durchführung der Ponseti-Therapie erfordert spezialisierte kinderorthopädische Zentren mit umfassender Erfahrung in der Gipsbehandlung und Nachsorge. In unserer Orthopädischen Praxis in Beckum bieten wir Ihnen eine ausführliche kinderorthopädische Beratung und begleiten Sie als Familie durch den gesamten Prozess.
Ausführliche Beratung bei Erstdiagnose oder Verdacht auf Klumpfuß. Diagnosesicherung durch klinische Untersuchung in unserer kinderorthopädischen Sprechstunde.
Gezielte Vermittlung an spezialisierte kinderorthopädische Zentren in der Region für die Durchführung der Ponseti-Therapie – durch unsere persönlichen Kontakte zu erfahrenen Behandlern.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei uns in Beckum: in den ersten 2 Lebensjahren alle 3 Monate, ab dann bei gutem Befund alle 6 Monate bis zum 5. Geburtstag, danach nur noch befundabhängig.
Für Familien aus Beckum, Ahlen, Oelde, Warendorf, Hamm, Soest, Ennigerloh, Wadersloh und dem gesamten Münsterland sind wir Ihr erster Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Klumpfuß bei Neugeborenen und Kindern.
Antworten auf die wichtigsten Fragen von Eltern
Der Klumpfuß (Talipes equinovarus) ist eine angeborene Fehlstellung des Fußes, bei der der Fuß nach innen gedreht und nach unten gebeugt ist. Er tritt bei etwa 1 bis 2 von 1.000 Neugeborenen auf und ist die häufigste schwerwiegende angeborene Fehlbildung des Bewegungsapparates. Jungen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Mädchen.
Die Ponseti-Methode ist der wissenschaftlich anerkannte Goldstandard zur Behandlung des Klumpfußes. Sie besteht aus drei Phasen: wöchentliche Gipsbehandlung über 5 bis 8 Wochen, einer kleinen Achillessehnen-Durchtrennung (Tenotomie) und einer mehrjährigen Schienenbehandlung bis ca. zum 5. Geburtstag. Umfangreiche Operationen sind dank dieser Methode heute nur noch selten notwendig.
Ja, der Klumpfuß kann bereits während der Schwangerschaft im Ultraschall erkannt werden, meist bei der Routineuntersuchung um die 20. Schwangerschaftswoche. Allerdings liegt die Falsch-positiv-Rate bei etwa 14 bis 19 Prozent – das bedeutet, dass sich bei einem Teil der Fälle nach der Geburt herausstellt, dass es sich nur um eine harmlose Lageanomalität handelt. Die endgültige Diagnose wird nach der Geburt durch körperliche Untersuchung gestellt.
Die Langzeitergebnisse der Ponseti-Methode sind wissenschaftlich sehr gut belegt. Langzeitstudien über 10 bis 30 Jahre zeigen, dass die große Mehrheit der behandelten Kinder einen schmerzfreien, belastbaren und funktionellen Fuß entwickelt. Die Kinder können Sport treiben, normale Schuhe tragen und haben eine ausgezeichnete Lebensqualität. Im direkten Vergleich zeigt die Ponseti-Methode in Studien deutlich bessere Ergebnisse als operative Verfahren.
Die konsequente Schienenbehandlung ist der entscheidende Faktor für den langfristigen Erfolg. Studien zeigen, dass bei konsequenter Anwendung der Schiene die Rückfallrate sehr niedrig ist, während bei unzureichender Anwendung deutlich häufiger Rückfälle auftreten. Die Schiene wird nach der Gipsphase zunächst 23 Stunden täglich getragen, nach 3 Monaten dann nachts und beim Mittagsschlaf bis ca. zum 5. Geburtstag.
Die Behandlung sollte idealerweise in den ersten 1 bis 3 Lebenswochen beginnen. Bei vorgeburtlicher Diagnose empfehlen wir, bereits vor der Geburt Kontakt zu einem spezialisierten kinderorthopädischen Zentrum aufzunehmen. Wir beraten Sie gerne in unserer Praxis in Beckum und vermitteln Sie an erfahrene Behandler in der Region.
Ja, die Behandlung des Klumpfußes mit der Ponseti-Methode wird in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. Das gilt auch für die notwendigen Schienen und Orthesen.
In der Orthopädischen Praxis Beckum beraten wir Sie ausführlich zur Klumpfuß-Diagnostik und vermitteln Sie an spezialisierte kinderorthopädische Zentren in der Region für die Ponseti-Therapie. Unsere Kinderorthopäden Dr. Jan Niklas Bröking und Dr. Britta Bröking verfügen über fundierte Expertise und waren Dozenten bei ärztlichen Fortbildungen zur Ponseti-Therapie. Für Familien aus Beckum, Ahlen, Oelde, Warendorf, Hamm und dem Münsterland sind wir Ihr erster Ansprechpartner.
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unserer kinderorthopädischen Sprechstunde. Wir beraten Sie ausführlich und begleiten Sie auf dem Weg zur bestmöglichen Behandlung.