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Epiphyseolysis capitis femoris (Hüftkopfabrutsch)

Hüftschmerzen bei Jugendlichen – Ursachen, Diagnose und Behandlung

Was ist ein Hüftkopfabrutsch?

Der Hüftkopfabrutsch (medizinisch: Epiphyseolysis capitis femoris, auch SCFE – Slipped Capital Femoral Epiphysis) ist die häufigste Hüfterkrankung bei Jugendlichen. Dabei rutscht der Hüftkopf auf der Wachstumsfuge ab. Dies geschieht meist im Alter zwischen 9 und 16 Jahren, häufig während Wachstumsschüben. Übergewicht erhöht das Risiko deutlich, ebenso bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion. In unserer kinderorthopädischen Sprechstunde in Beckum betreuen wir Familien aus dem gesamten Münsterland und Westfalen bei Verdacht auf einen Hüftkopfabrutsch.

Beschwerden und Diagnose

So erkennen wir einen Hüftkopfabrutsch bei Ihrem Kind

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Typische Beschwerden

Typische Beschwerden sind Schmerzen in der Hüfte, im Knie oder im Oberschenkel, die beim Gehen oder dauerhaft auftreten können.

  • Schmerzen in Hüfte, Knie oder Oberschenkel
  • Hinken oder verändertes Gangbild
  • Nach außen gedrehte Beinachse
  • Eingeschränkte Innenrotation der Hüfte
  • Belastungsabhängige oder dauerhafte Beschwerden
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Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch bildgebende Verfahren und eine gründliche klinische Untersuchung.

  • Ausführliche Erhebung der Krankengeschichte
  • Körperliche Untersuchung durch den Facharzt
  • Röntgenaufnahmen beider Hüften in jeweils zwei Ebenen
  • Bei unklaren Fällen: MRT-Untersuchung

Behandlung des Hüftkopfabrutschs

Sofortige Maßnahmen und operative Versorgung

✚ Behandlungsablauf

  • Sofortige Entlastung des betroffenen Beins (Krücken, keine Belastung)
  • Umgehende ärztliche Vorstellung – ein Hüftkopfabrutsch ist ein orthopädischer Notfall
  • Operative Stabilisierung des Hüftkopfes mit einer Schraube (Standardverfahren)
  • Verhinderung eines weiteren Abrutschens durch die Fixierung
  • Schrittweise Rückkehr zu normalen Aktivitäten über ca. sechs Monate
  • Engmaschige Nachsorge und ärztliche Begleitung

Warum ist eine schnelle Behandlung wichtig?

Ein Hüftkopfabrutsch erfordert sofortiges Handeln

⚠️ Orthopädischer Notfall

Wird ein Hüftkopfabrutsch nicht rasch erkannt und behandelt, können schwerwiegende Komplikationen auftreten — insbesondere Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes (avaskuläre Nekrose) oder dauerhafte Gelenkschäden. Eine frühe Diagnose und zeitnahe Behandlung sind daher entscheidend, um langfristige Folgen zu vermeiden. Bei Verdacht auf einen Hüftkopfabrutsch sollte das betroffene Bein sofort entlastet und umgehend eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Empfehlungen für Patienten und Eltern

Wichtige Hinweise für den Umgang mit dem Hüftkopfabrutsch

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Frühzeitig erkennen

Bei Hüft-, Oberschenkel- oder Knieschmerzen im Jugendalter sollte immer an einen Hüftkopfabrutsch gedacht werden. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist wichtig.

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Risikofaktoren beachten

Übergewicht ist ein wesentlicher Risikofaktor für den Hüftkopfabrutsch. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung können vorbeugend wirken.

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Schrittweise Rückkehr

Nach einer Operation erfolgt die Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten schrittweise und unter ärztlicher Anleitung. Die vollständige Genesung dauert in der Regel etwa sechs Monate.

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Bei Verdacht sofort handeln

Bei Verdacht auf einen Hüftkopfabrutsch: sofortige ärztliche Untersuchung und das betroffene Bein nicht belasten. Nutzen Sie Krücken zur Entlastung.

Häufige Fragen zum Hüftkopfabrutsch

Antworten auf die wichtigsten Fragen von Eltern

Was ist ein Hüftkopfabrutsch (Epiphyseolysis capitis femoris)?

Der Hüftkopfabrutsch ist die häufigste Hüfterkrankung bei Jugendlichen. Dabei rutscht der Hüftkopf auf der Wachstumsfuge ab. Dies geschieht meist im Alter zwischen 9 und 16 Jahren, häufig während Wachstumsschüben. Übergewicht und bestimmte Stoffwechselerkrankungen erhöhen das Risiko.

Welche Symptome hat ein Hüftkopfabrutsch?

Typische Beschwerden sind Schmerzen in der Hüfte, im Knie oder im Oberschenkel. Diese können beim Gehen oder dauerhaft auftreten. Häufig fallen ein Hinken oder eine nach außen gedrehte Beinachse auf. Bei der Untersuchung ist besonders die Innenrotation der Hüfte eingeschränkt.

Wie wird ein Hüftkopfabrutsch diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch Röntgenaufnahmen beider Hüften in jeweils zwei Ebenen. Bei unklaren Fällen kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) notwendig sein.

Ist ein Hüftkopfabrutsch ein Notfall?

Ja, ein Hüftkopfabrutsch ist ein orthopädischer Notfall. Das betroffene Bein darf nicht belastet werden und sollte sofort entlastet werden (z. B. mit Krücken). Eine umgehende ärztliche Vorstellung ist notwendig.

Wie wird ein Hüftkopfabrutsch behandelt?

Die Standardbehandlung ist eine Operation, bei der der Hüftkopf mit einer Schraube stabilisiert wird, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Die Rückkehr zu normalen Aktivitäten dauert in der Regel etwa sechs Monate und erfolgt schrittweise unter ärztlicher Anleitung.

Warum ist eine schnelle Behandlung wichtig?

Wird ein Hüftkopfabrutsch nicht rasch erkannt und behandelt, können schwerwiegende Komplikationen auftreten — insbesondere Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes (avaskuläre Nekrose) oder dauerhafte Gelenkschäden. Eine frühe Diagnose ist daher entscheidend.

Hüftschmerzen bei Ihrem Kind?

Bei Verdacht auf einen Hüftkopfabrutsch ist eine direkte ärztliche Vorstellung sinnvoll. Während unserer Sprechzeiten können wir Ihr Kind zeitnah untersuchen. Außerhalb der Sprechzeiten finden Sie auf unserer Kontaktseite die wichtigsten Notfallkontaktdaten.